Rot-Weiß Oberhausen hat die letzte Möglichkeit, den Anschluss an die Spitze zu halten, verpasst.

Gladbach II – RWO

Ritters Qualität entscheidet Spitzenspiel

27. Februar 2016, 17:25 Uhr
Foto: Ketzer

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Rot-Weiß Oberhausen hat die letzte Möglichkeit, den Anschluss an die Spitze zu halten, verpasst.

Im Grenzlandstadion unterlag die Mannschaft von Andreas Zimmermann der U23 von Borussia Mönchengladbach in Summe nicht unverdient mit 1:2 (1:0). Marlon Ritter drehte die Partie mit seinen beiden Treffern (58. und 60.), nachdem Felix Haas bereits nach 63 Sekunden zur Führung der Kleeblätter getroffen hatte.

„Wir haben uns das Glück am Ende ein bisschen erarbeitet“, resümierte Gladbachs Trainer Arie van Lent die 90 Minuten. Schließlich war seine Elf in den ersten 45 zwar die aktivere, dafür aber harmlosere Mannschaft gewesen. „Insgesamt bin ich zufrieden, weil wir in der zweiten Hälfte nachgelegt haben“, ergänzte der Ex-Profi der Fohlen.

Sein Pendant sah den Knackpunkt insbesondere in der Personalie des Doppeltorschützen. „Am Ende hat die Qualität von Marlon Ritter das Spiel entschieden“, zollte Andreas Zimmermann dem brandgefährlichen Distanzschützen ein Lob.

Bis auf die beiden Treffer des Ausnahmespielers hatte seine Elf allerdings nur wenig zugelassen. Gladbach fiel gegen die kompakt stehenden Kleeblätter kaum etwas ein. „Wir haben das gut gemacht“, nahm Zimmermann trotz der Niederlage noch etwas Positives mit. „Mir hat gut gefallen, dass wir kaum auf Foul gespielt haben. Damit konnte Gladbach nicht über die Standards kommen. Über die sind sie brandgefährlich.“

Oberhausen hat durch die Niederlage nun 14 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter. „Der Zug war für uns ja schon vorher abgefahren“, gab sich Zimmermann mit Blick auf die Tabellenspitze völlig entspannt. „Wir wussten das und wollten hier unser Spiel machen“, ergänzte der RWO-Coach.

Wenn ich den Ball vorm Fuß habe, hau ich den natürlich rein
Marlon Ritter

Für ihn war die Niederlage ein Resultat dessen, was er in der laufenden Saison bereits mehrfach gesehen hatte: „Dass wir unser Spiel aufziehen, klappt nur für 45 Minuten. Das haben wir gegen Wattenscheid schon gesehen und auch gegen Schalke war es nicht anders.“

Und dann war da noch die individuelle Klasse von Marlon Ritter. Der hatte Spaß an seiner eigenen Bescheidenheit: „Wenn ich den Ball vorm Fuß habe, hau ich den natürlich rein. Aber die anderen sorgen ja dafür, dass der dahin kommt“, sagte der Gladbacher Matchwinner.

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