Am Sonntag musste die SGS Essen vor über 1.200 Fans im Stadion Essen in einem umkämpften Spiel eine 0:1-Niederlage gegen Bayer Leverkusen hinnehmen.

SGS Essen

Högner nach 0:1-Pleite sprachlos

21. Februar 2016, 17:52 Uhr
Foto: Frank Gröner

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Am Sonntag musste die SGS Essen vor über 1.200 Fans im Stadion Essen in einem umkämpften Spiel eine 0:1-Niederlage gegen Bayer Leverkusen hinnehmen.

Trotz teilweise deutlicher spielerischer Überlegenheit und einer Mehrzahl an Torchancen unterlag die Elf von Coach Markus Högner den zuletzt kriselnden Leverkusenerinnen 0:1 und verliert das internationale Geschäft vorerst aus den Augen.

Die Gäste, die mit einer Negativserie von sieben sieglosen Spielen ins Stadion Essen gekommen waren, zeigten sich von Beginn an giftig in den Zweikämpfen, sodass kein Spielfluss entstehen konnte. Die erste gefährliche Offensivaktion gehörte dann den Essenerinnen, doch nach einer Hereingabe kam Torjägerin Charline Hartmann in der Mitte einen Schritt zu spät. "Wir haben ein intensives Spiel mit vielen Zweikämpfen gesehen. So wollten wir aber auch auftrete, angesichts der letzten Ergebnisse", gestand Bayer-Coach Thomas Obliers nach der Partie.

Högner entschuldigt sich bei den Fans

In der 36. Minute fiel dann das goldene Tor des Tages, als Anna Gasper einen Stellungsfehler der Essener Verteidigerinnen ausnutzte und vor Torhüterin Lisa Weiß eiskalt blieb und das Leder versenkte. Da in der Folge zahlreiche Möglichkeiten von den Gastgeberinnen liegen gelassen wurden, reichte dieses eine Tor am Ende zum Auswärtssieg für Leverkusen. Insbesondere nachdem Högner auf ein System mit zwei Spitzen umgestellt hatte, häuften sich die Einschussgelegenheiten. In der 56. Minute bekam beim Schuss von Lea Schüller aus fünf Metern noch eine Verteidigerin ihr Bein dazwischen, eine Minute später scheiterte die Angreiferin frei vor der Torhüterin und in der 76. Spielminute war es Hartmann, die allein vor dem Kasten den Ball nicht in selbigen unterbringen konnte.

„Es tut mir in erster Linie Leid für die Fans, die heute hier waren, aber ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass meine Mannschaft zu pomadig agiert. Uns haben 15 bis 20 Prozent gefehlt. Nach dem Rückstand haben wir die Chancen, die wir hatten, nicht verwertet. Das war in der Hinrunde nicht so und das müssen wir schnell abstellen“, analysierte Högner, dem ansonsten ein wenig die Worte fehlten. „Ich bin ein bisschen sprachlos, aber wir werden das Spiel analysieren und aufarbeiten, um dann nächste Woche unser besseres Gesicht zu zeigen.“

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