Als Meisterschaftskandidat gestartet, fand sich der DSC Wanne-Eickel schnell im Tabellenmittelfeld wieder.

Wanne-Eickel

Rudnik über seinen Kader und mehr Risiko

Philipp Ziser
20. Februar 2016, 09:07 Uhr
Foto: Neumann

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Als Meisterschaftskandidat gestartet, fand sich der DSC Wanne-Eickel schnell im Tabellenmittelfeld wieder.

In der Winterpause war es ziemlich ruhig rund um Reichsstraße und Mondpalast-Arena. Am Kader geändert hat sich nur wenig: Daniel Diaz kam vom Aplerbecker SC, Dustin Hoffmann und Alex Nour haben den Verein dagegen verlassen. Die Testspiele verliefen größtenteils unspektakulär. Wanne-Eickels Trainer Marco Rudnik beantwortete vor dem Rückrundenstart gegen Olpe die Fragen von WAZ-Redakteur Philipp Ziser.

Herr Rudnik, wie bewerten Sie die Vorbereitung Ihrer Mannschaft? Insgesamt ordentlich. Aufgrund der Witterung konnten wir immer auf den Platz, das ist ja auch nicht in jedem Winter der Fall.

Auf dem Transfermarkt ist nicht viel passiert. Wie schlägt sich Daniel Diaz, wie schwer wiegen die Abgänge?
Daniel Diaz passt charakterlich und sportlich gut ins Team und ist auf jeden Fall eine Verstärkung. Alex Nour wäre, wenn er voll trainieren hätte können, sicher eine Bereicherung für unser Spiel gewesen. Das war aber aufgrund seines Berufs nicht der Fall. Deshalb ist es, wie es ist. (Anm. d. Red.: Nour wechselte im Winter zu Bezirksligist SV Herbede.)

Am Anfang der Saison sah der Kader breit besetzt aus, zuletzt wurde es durch Verletzungen und die erneute Sperre von Tugrul Aydin plötzlich eng. Macht ihnen das Sorgen?
Nein. Zuletzt war der Kader zwar relativ klein, aber es sind ja immer noch genug Spieler im Kader, dass einige nicht in der Startelf stehen können. Wenn man den Langzeitverletzten Mike Wezendonk abzieht, stehen bei uns immer noch 17 Feldspieler im Kader.

Was haben Sie sich für die Rückrunde vorgenommen? Schauen Sie auf den Zweiten Iserlohn mit acht Punkten Vorsprung oder auf Westfalia Wickede, die sieben Punkte hinter dem DSC auf einem Abstiegsplatz steht?
Rein von der Tabelle kann man sicherlich in beide Richtungen gucken. Wenn wir auf uns schauen, ist klar, dass wir die Rückrunde mit einer positiveren Bilanz bestreiten wollen. Wir haben zwar kein einziges Auswärtsspiel verloren, aber auch nur eins gewonnen. Diese Unentschieden bringen es einfach nicht, aus diesen Spielen brauchen wir mehr Punkte.

Sie sagen es: Sieben Remis in acht Auswärtsspielen. Wie lässt sich das verbessern?
Es war auswärts oft so, dass wir recht ordentlich gespielt haben, uns Chancen erarbeitet haben, die dann aber nicht genutzt haben. Da müssen wir als Mannschaft vielleicht noch mehr nach vorne denken, öfter Hopp oder Top spielen. Auch mal beim Stand vom 0:0 mehr Risiko eingehen und den einen Punkt aufs Spiel setzen. Wenn man statt sechsmal Unentschieden zu spielen drei Spiele gewinnt und drei verliert, hat man trotzdem neun Punkte statt sechs.

Sie mussten große Teile der Hinrunde auf Kunstrasen bestreiten, nun ist das Stadion wieder frei. Bevorzugen sie eigentlich Kunst- oder Naturrasen?
Gegen Olpe werden wir wieder an der Reichsstraße spielen – aufgrund des Platzzustandes und der Wettervorhersage hätten wir sonst eine kurzfristige Absage riskiert. Gegen Olpe ist es aber egal, die haben zu Hause beide Plätze. Ich würde normalerweise gerne jedes Spiel im Stadion bestreiten, aber die Reichsstraße macht uns auch nichts aus, das ist ja unser Trainingsplatz.

Ihnen droht eine Saison, in der es schon im April weder um Auf- noch Abstieg geht. Was würde dieses Szenario bedeuten?
In dem Fall können wir trotzdem weiter unsere Erkenntnisse sammeln. Auch in Bezug auf die kommende Spielzeit: Welche Spieler ergeben für den DSC Wanne-Eickel noch Sinn – und welche Spiele nicht.

Autor: Philipp Ziser

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