Acht Spiele in 17 Tagen - für zwölf der 14 Vereine in der DEL stehen die kommenden zweieinhalb Wochen ganz im Zeichen des Play-Off-Kampfes.

DEL

Drei Klubs am Rhein, drei Gefühlslagen

18. Februar 2016, 17:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Acht Spiele in 17 Tagen - für zwölf der 14 Vereine in der DEL stehen die kommenden zweieinhalb Wochen ganz im Zeichen des Play-Off-Kampfes.

Außer den Schwenningen Wild Wings und den Krefeld Pinguinen haben noch alle Teams Chancen auf das Erreichen der Endrunde. Doch auch in der Seidenstadt dürften die kommenden Partien nicht abgeschenkt werden. Erstens will es der KEV in jedem Fall vermeiden, zum ersten Mal in der DEL-Geschichte eine Saison als Tabellenletzter zu beenden. Zweitens geht es bei insgesamt 15 auslaufenden Verträgen noch um die berufliche Zukunft des Kader-Gros. Und drittens zeigte die Mannschaft von Franz Fritzmeier zuletzt mehr als nur Charakter.

Fünf der letzten neun Spiele gewannen die Pinguine, unter anderem ließen die Top-Teams aus Iserlohn und Nürnberg Federn gegen den Tabellenletzten. Dass weitreichende Änderungen trotzdem notwendig sind, ließ der Aufsichtsratvorsitzende Wolfgang Schulz zuletzt gegenüber „Eishockey News“ durchblicken: „Es wird ohne Frage auf der sportlichen Seite große personelle Veränderungen geben. Wir haben mit Franz Fritzmeier und Rüdiger Noack (sportlicher Berater, d. Red.) fähige Fachleute, die mit den ihnen gegebenen Voraussetzungen ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine stellen werden“.

In Köln werden sie unterdessen froh sein, kein weiteres Spiel mehr gegen das Schlusslicht austragen zu müssen. Die letzten beiden Spiele gegen den KEV verlor der Tabellenneunte, der den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher hinkt. Damit der Super-GAU „Vorrundenaus“ vermieden wird, muss das drittschwächste Heimteam der Liga (nur 1,5 Punkte pro Heimpartie)die Lanxess Arena endlich wieder zur Festung machen. Sechs der acht Partien absolvieren die Haie in Deutz.
Ob Coach Cory Clouston dann wieder auf die länger verletzten Alexander Sulzer, Fredrik Eriksson, Jason Williams und Sebastian Uvira zurückgreifen kann, entscheidet sich erst kurz vor dem Heimspiel-Dreierpack gegen Hamburg (Freitag), Wolfsburg (Sonntag) und Schwenningen (Dienstag).

DEG darf auf Platz 1 schielen

Ähnlich viele noch ausstehende Heimspiele (fünf) und auch ähnlich viele Verletzte (sieben), hat die Düsseldorfer EG. Immerhin dürften zumindest die Verteidiger Joonas Rönnberg und Tim Schüle zeitnah zurückkommen, um den Angriff auf die „Pole Position“ zu starten. Bei einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Berlin und dem – zumindest auf dem Papier – leichtesten Restprogramm der gesamten Liga erscheint dies nicht unbedingt unrealistisch. Und da ein erster Platz neben dem Heimrecht in allen Play-Off-Runden auch die erneute Teilnahme an der Champions Hockey League sichern würde, dürfte es dem Team von Christof Kreutzer an Motivation nicht mangeln.

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