Bei der Wattenscheider 1:2-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach II war Manuel Glowacz einer der auffälligeren Akteure, zumindest im ersten Durchgang...

SG Wattenscheid

"Bin ein bisschen sprachlos"

Tobias Hinne-Schneider
07. Februar 2016, 09:37 Uhr
Foto: Tillmann

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Bei der Wattenscheider 1:2-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach II war Manuel Glowacz einer der auffälligeren Akteure, zumindest im ersten Durchgang...

"Ich bin ein bisschen sprachlos", sagte Manuel Glowacz nach der Partie: "Dass wir das Spiel verloren haben, ist schwer zu begreifen. Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt, gut kombiniert und uns auch gute Gelegenheiten erarbeitet."

Güngör Kaya hatte Wattenscheid per Kopf in Führung gebracht. Danach landete der Ball erneut hinter Borussia-Schlussmann Martin Kompalla, aber das Schiedsrichtergespann entschied, den Treffer nicht zu geben. Glowacz hatte einen Freistoß von der Strafraumkante direkt in die Maschen gesetzt, Kaya soll allerdings im Abseits gestanden haben. "Günni soll den Torwart behindert haben. Ich weiß nicht, ob das Abseits war oder nicht, aber mit dem zweiten Treffer wäre das Spiel sicherlich anders verlaufen", so Glowacz.

Stattdessen überschlugen sich die Ereignisse kurz vor der Pause, als Jan-Steffen Meier und Mario Rodriguez sich einen Zweikampf der etwas härteren Gangart lieferten. Die Folge war eine Rote Karte für den Gladbacher und Freistoß, ebenfalls für die Mannschaft von Trainer Arie van Lent. "Das war eine ganz komische Situation. Der Linienrichter hat gesagt, dass nachgetreten wurde", resümierte Glowacz die Situation, die den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Denn den anschließenden Freistoß von Marlon Ritter köpfte Tim Knipping zum Ausgleich ein.

Nach dem Spiel waren sich Trainer Farat Toku und der Mittelfeldspieler einig: "Wir haben zu langsam gespielt." Nicht zuletzt aufgrund des miserablen Zustandes des Rasenplatzes im Lohrheidestadion. Gladbachs Thomas Kraus lieferte die unfreiwillige Bestätigung, als er in einem Konter so unglücklich unter einem versprungenen Ball hertrat, dass er nicht mehr das Gleichgewicht halten konnte. Die Anhänger der SG Wattenscheid hatten ihren Spaß, alle anderen mussten spätestens jetzt einsehen, dass nur wenig gepflegter Fußball auf dem "Acker" möglich ist.

Am Ende war es erneut Knipping, der das Ausrufezeichen hinter einen gebrauchten zweiten Durchgang der Wattenscheider setzte. Sekunden vor Apfiff beförderte der Abwehrspieler den Ball unkonventionell an SG-Torwart Edin Sancaktar vorbei ins Netz. "Den Ball haben wir eigentlich schon zwei Mal, da kann es nicht sein, dass wir uns da noch ein Gegentor fangen. Und dann auch noch so ein Eier-Tor", ärgerte sich Glowacz über den späten Gegentreffer.

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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