Die Erfolgssträhne nimmt keine Ende. Nun ist der Herner EV schon 20 Spiele lang in regulärer Spielzeit ungeschlagen.

Eishockey

Hernes goldene Serie geht weiter

18. Januar 2016, 15:29 Uhr
Foto: Michael Gohl

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Die Erfolgssträhne nimmt keine Ende. Nun ist der Herner EV schon 20 Spiele lang in regulärer Spielzeit ungeschlagen.

Dem umjubelten 3:1 beim alten Rivalen in Essen ließ das Team von Coach Frank Petrozza einen erwartungsgemäß souveränen 8:0-Erfolg gegen den Tabellenletzten Hamburg Crocodiles folgen. Die Treffer vor 943 Zuschauern in der Gysenberghalle erzielten Sam Verelst (2), Damian Schneider (2), Dominik Luft, Aaron McLeod, Hugo Turcotte und Thomas Dreischer. Damit setzt sich der HEV weiter hinter dem Spitzenduo aus Duisburg (an diesem Wochenende spielfrei) und Tilburg fest.

Ein echtes, hochspannendes Spektakel gab es aber - wie so oft im Duell Essen gegen Herne - am vergangenen Freitag. Vor 2.238 Besuchern in der Eissporthalle am Westbahnhof zeigten HEV und ESC ein intensives Derby, in dem auch die ein oder andere Schlägerei auf dem Eis eine Rolle spielte. Nach einigen Minuten im zweiten Drittel lieferten sich zunächst Essens Tim Brazda und Hernes Michél Ackers eine handfeste Auseinandersetzung, anschließend ließen auch noch Tims Zwillingsbruder Tobias Brazda und HEV-Kapitän Stephan Kreuzmann die Fäuste fliegen. Die aufeinanderfolgenden Szenen sorgten auch nach Spielende noch für emotionale Diskussionen, als Petrozza auf der Pressekonferenz sein Statement abhielt: "Das ist ein Witz, dass die zwei Vierte-Reihe-Spieler gegen zwei unserer besten Spieler aufs Eis schicken, um die aus dem Spiel zu nehmen. Da kann ich keinen Respekt vor haben", lederte der HEV-Trainer los. Die Gegenseite beschwerte sich hingegen in der hauseigenen Pressemitteilung über die Herner Spieler, die in der Folge bei "jeder noch so kleinen Berührung" fielen, um Strafen zu schinden. Eine Fortsetzung der verbalen wie non-verbalen Scharmützel kann für Duell Nummer vier am 12. Februar sicher nicht ausgeschlossen werden.

Vorher warten aber, wie es in der Oberliga Nord Usus ist, erst einmal noch andere mehr oder minder knifflige Aufgaben. Während die kommende Auswärtspartie bei den Wedemark Scorpions am Freitagabend eher in die Kategorie „Pflichtsieg“ einzuordnen ist, wird es im nächsten Heimspiel wohl deutlich komplexer und emotionaler für die Herner Cracks. Mit dem EHC Neuwied, der ab 18.30 Uhr am Gysenberg gastiert, lieferten sich die Grün-Weiß-Roten in den letzten anderthalb schon mehrere aufregende Duelle.

Einen ganz bitteren Rückschlag im Kampf um Play-Off-Platz acht mussten am Sonntag allerdings die Wohnbau Moskitos hinnehmen. Beim Vorletzten FASS Berlin unterlagen die Stechmücken überraschend mit 2:3 nach Penaltyschießen. Die beiden Treffer von Top-Torjäger Michal Velecky reichten nicht, da die Hauptstädter 45 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich schafften und sich im Shootout treffsicherer zeigten.

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