Am Wochenende startet in Essen die 22. Hallenstadtmeisterschaft. Im Nord-Westen will ein Mitfavorit Wiedergutmachung betreiben.

Halle Essen NW

Frintrop will sich rehabilitieren

Martin Herms
01. Januar 2016, 13:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Am Wochenende startet in Essen die 22. Hallenstadtmeisterschaft. Im Nord-Westen will ein Mitfavorit Wiedergutmachung betreiben.

Wenn in Bergeborbeck am 02. und 03. Januar des neuen Jahres der Startschuss für die Essener Hallenstadtmeisterschaft ertönt, ist dies für die Favoriten in der Regel nicht mehr als ein lockerer Aufgalopp für den langen Weg bis zum Finaltag am Stoppenberger „Hallo“. Das letzte Jahr hat jedoch gezeigt, dass bereits die Qualifikation zum Stolperstein werden kann. Der SC Frintrop blamierte sich in der ersten Runde bis auf die Knochen und landete in seiner Vierer-Gruppe auf dem letzten Platz. Das Ausscheiden des ambitionierten Bezirksligisten konnte mit Fug und Recht als Sensation bezeichnet werden, denn das Team von Trainer Sascha Fischer zählte in der jüngeren Vergangenheit zum erweiterten Favoritenkreis.

Trotz des peinlichen Auftritts bei der 21. Auflage gilt das auch dieses Mal. Mit den beiden Rückkehrern Markus Lihs und Nils Thießling haben die Unterfrintroper zwei echte Hallenspezialisten vom Ligarivalen VfB Frohnhausen hinzugewonnen. Der SC-Coach geht zudem davon aus, dass seine Mannschaft die entsprechende Lehren aus dem Vorjahr gezogen hat. „Wir werden die Halle von Beginn an ernst nehmen“, verspricht Fischer, dessen Mannschaft in einer Gruppe mit den drei Kreisligisten Tgd. Essen-West, NK Croatia Essen und FC Saloniki als klarer Favorit ins Rennen geht. „Im letzten Jahr haben wir uns lächerlich gemacht. Nun will ich mit meiner Truppe mindestens bis zum Hallo kommen. Die erste Runde müssen wir aber dieses Mal ohne Probleme überstehen. Alles andere wäre absolut inakzeptabel“, betont Fischer.

Matzel passt nicht mehr ins Trikot

Ähnlich ambitionierte Ziele verfolgt auch Vorjahresfinalist TuS Essen-West 81. Der Landesliga-Aufsteiger und Sieger des Jahres 2013 zählt wieder zu den Topfavoriten. Wie es auf dem Parkett funktioniert, dürfte kaum jemand besser wissen als 81-Coach Björn Matzel, der die Titelkämpfe als Aktiver zwei Mal gewinnen konnte und als echter Hallenspezialist galt. Ein Comeback als Spielertrainer schließt der begnadete Techniker jedoch aus. Und das aus gutem Grund: „Ich passe nicht mehr in mein Trikot, deshalb werde ich es wohl lieber lassen“, schmunzelt Matzel. Wozu seine Mannschaft ohne ihn in der Lage ist, wagt er nicht zu prognostizieren. „Wir wollen wieder am finalen Wochenende dabei sein. Dann entscheidet einzig und allein die Tagesform.“

Autor: Martin Herms

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