Ein positives Gefühl wollten sich die Duisburger zum Jahresabschluss und vor der Winterpause noch einmal holen. Das gelang ihnen nur bedingt.

MSV Duisburg

Kleine Belohnung für die Zebras

21. Dezember 2015, 11:07 Uhr
Foto: firo

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Ein positives Gefühl wollten sich die Duisburger zum Jahresabschluss und vor der Winterpause noch einmal holen. Das gelang ihnen nur bedingt.

Ebenso wie die Zielvorgabe, die sich die Mannschaft mit Dienstantritt des neuen Trainers gesetzt hatte.

Letzteres war schon vor der Partie gegen den VfL Bochum nicht mehr zu erreichen. Die Niederlagen gegen Leipzig, vor allem aber die gegen den 1. FC Kaiserslautern am letzten Wochenende hatten eine große Belohnung des Trainers für die Mannschaft zunichte gemacht.

Doch mit einer guten Leistung gegen Bochum haben sich die Spieler zumindest eine kleine Belohnung verdient, wie Gruev ihnen in der Kabine verkündete. „Es ist nicht das, was sie haben wollten, aber einen kleinen Bonus bekommen sie. Bis auf das Spiel gegen Kaiserslautern war ich immer mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden“, erklärte der MSV-Coach und verriet: Die Spieler bekommen einen Tag länger Urlaub. Am 6. Januar geht es für die Zebras jetzt mit der Rückrundenvorbereitung los. Um 14 Uhr ist Trainingsauftakt an der Westeneder Straße. Da der MSV mit einem Montagsspiel (8. Februar, 20.15 Uhr) bei Arminia Bielefeld startet, musste der Trainer allerdings auch nicht lange überlegen, ob er seinen Jungs einen zusätzlichen Tag Erholung gönnt. Auch wenn sich alle über den Vorschlag des Coaches gefreut haben, Kevin Wolze erklärte danach selbstkritisch: „Wir brauchen keine Belohnung, wir sind immer noch Letzter und haben noch nichts erreicht.“

Deshalb ist es wichtig, dass er und seine Teamkollegen in den nächsten zweieinhalb Wochen den Kopf noch einmal frei bekommen, bevor sie sich ins Abenteuer Klassenerhalt stürzen. Zumal sie nach dem 0:0 zum Jahresabschluss ein wenig mit sich haderten. Eigentlich wollten sie sich mit einem guten Gefühl in die Pause verabschieden. „Das Spiel war gut, aber wir haben uns nicht belohnt“, erklärte Wolze, der hin- und hergerissen war. „Wenn wir jedes Spiel so bestritten hätten, dann hätten wir jetzt mehr als zwölf Punkte. Jeder hat gesehen, was wir können.“ Drei Punkte wären deshalb wichtig für das Selbstvertrauen der Zebras gewesen. Rolf Feltscher war da schon etwas positiver gestimmt. „Wir haben ein gutes Spiel gegen Bochum gemacht und das gibt uns ein positives Gefühl. Wenn wir da weiter machen, dann kann die Rückrunde nur gut werden.“

15 Spiele stehen 2016 noch an. Bedenkt man, dass 40 Punkte für den Klassenerhalt nötig sind, wäre ein Schnitt von zwei Zählern bei Duisburg nötig. Ein schweres Unterfangen, das den MSV in der Restspielzeit erwartet. Für die Spieler kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Im Gegenteil, erklärt Fletscher: „Wir zweifeln nicht, wir glauben weiter an uns!“

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