Durchschnaufen in der Fußball-Regionalliga. Auch RWE-Coach Jan Siewert zieht es in die Wärme, um die Akkus für eine stressige Rückrunde aufzuladen.

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Mölders bleibt wohl nur ein Traum

Ralf Wilhelm
15. Dezember 2015, 10:21 Uhr
Foto: firo

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Durchschnaufen in der Fußball-Regionalliga. Auch RWE-Coach Jan Siewert zieht es in die Wärme, um die Akkus für eine stressige Rückrunde aufzuladen.

Andreas Winkler bleibt auch in der Wärme – nämlich an seinem Arbeitsplatz im Stadion Essen. Der Sportmanager hat zwischen den Jahren Hausaufgaben zu erledigen: „Der Trainer geht in seinen verdienten Urlaub, um sich zu erholen. Und er wird umso erholsamer, je mehr wir die Hausaufgaben gemacht haben.“

Was bedeutet: Videomaterial zu sichten und Empfehlungen einzuholen, um die Lücken im Angriff alsbald zu schließen, die [person=25120]Kevin Behrens [/person]hinterlässt und die [person=5104]Cebio Soukou[/person] ebenfalls in Kürze hinterlassen wird. Und wenn das eine oder andere Schnäppchen darüber hinaus auf dem Markt ist, werden die Verantwortlichen auch nicht Nein sagen: „Wir haben den Kader vor der Saison mit 23 Spielern bewusst klein gehalten, um im Winter an den Stellschrauben nachjustieren zu können“, bekennt Winkler. Die Störfälle im großen Angriffsrad werden ihm dabei nicht entgangen sein, folglich liegt der Schwerpunkt der Suche im Angriffsbereich. „Die Spieler müssen zur Philosophie passen. Unsere Vorstellungen haben wir, jetzt müssen wir sehen, was auch realisierbar ist“, schränkt Trainer Siewert ein.

Allerdings ist die Wintertransferperiode nicht die allerbeste Schnäppchenzeit. „Die Spieler müssen aus ihren Verträgen herausgeholt werden, die Gründe dafür sind manchmal verschieden“, weiß Winkler um die Schwere der Aufgabe, darum auch die jederzeitige Verfügbarkeit des Managers, notfalls auch an Heiligabend. Das Anforderungsprofil ist auch kein Geheimnis: Ein möglichst erfahrener Mann soll her, einer, der Gefahr ausstrahlt und „weiß, wo das Tor steht“, fordert Winkler. Nur zu Panik-Käufen werden die Rot-Weissen nicht bereit sein. Winkler: „Gut möglich, dass sich das Ganze bis weit in den Januar hineinzieht, die Wechselfrist geht ja bis zum 31. Januar.“

Mögliche Abgänge sind dabei noch gar nicht berücksichtigt, werden von der sportlichen Führung auch nicht forciert. „Möglicherweise kommt noch ein Spieler, der mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden ist, dann muss man sich unterhalten“, so Winkler. So dürfen die RWE-Fans auf der Kaufseite bis Weihnachten noch ihre Wunschzettel formulieren, auch wenn sicherlich nicht alle Wünsche zu erfüllen sind. Ganz Wagemutige werden vielleicht den Namen [person=1557]Sascha Mölders[/person] obenan setzen. Das RWE-Idol kommt wohl beim FC Augsburg nicht mehr zum Zuge und hat sich vor einigen Tagen noch seine vier Lieblingsklubs beziehungsweise Profistationen auf die rechte Brust tätowieren lassen, RWE ist natürlich auch dabei. „Sascha ist ein Erstligaspieler, und wie ich aus gut unterrichteter Quelle erfahren habe, gibt es genügend Angebote aus der Zweiten Liga“, bedauert Winkler, der als Ex-Profi auch die kaufmännische Seite sieht: „Als Fußballprofi hat man nun mal nur begrenzt Zeit, da will Sascha noch in seinem Gehaltsgefüge bleiben.“

Autor: Ralf Wilhelm

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