Die Siegesserie des VfL Bochum ist gerissen. Im zehnten Spiel kassierte das Team von Thomas Reis nach neun Dreiern in Serie beim 3:4 gegen Bayer Leverkusen die erste Niederlage.

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Siegesserie des VfL Bochum ist gerissen

29. November 2015, 16:04 Uhr
Foto: Tillmann

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Die Siegesserie des VfL Bochum ist gerissen. Im zehnten Spiel kassierte das Team von Thomas Reis nach neun Dreiern in Serie beim 3:4 gegen Bayer Leverkusen die erste Niederlage.

Überragender Mann auf dem Platz war der dreifache Torschütze Patrik Dzalto, der mit seinen Treffern (2./4./24.) den Gastgeber fast im Alleingang besiegte. Nachdem der VfL durch Görkem Saglam (42.) und Frederik Lach (46.) nochmals Lunte gerochen hatte, zerstörte der eingewechselte Rudolf Gonzales Vass (64.) alle Hoffnungen der Bochumer. Das 3:4 durch Evangelos Pavlidis (90.) kam zu spät.

Der VfL ging auf dem Nebenplatz des rewirpowerstadions insgesamt viel zu schlafmützig in die Partie und wusste nur zwischen der 40. und 70. Minute zu gefallen. Das war letztendlich gegen die cleveren Rheinländer zu wenig, um die weiße Weste zu behalten. „Die Jungs haben nach dem frühen Rückstand nochmal alles versucht, dann muss man so eine Niederlage auch mal akzeptieren“, analysierte Thomas Reis die unterhaltsame Partie. „Die Niederlage war trotzdem unnötig, auch wenn der Sieg von Leverkusen nicht unverdient war. Aber wenn man vier Gegentore bekommt, ist es schwer, so ein Spiel zu gewinnen.“

Dass mit Gökhan Gül, Görkem Saglam, Frederik Lach und Tobias Pellio vier seiner Jungs keine 24 Stunden zuvor an gleicher Stelle beim 2:1 Testspiel der Profis gegen die Reserve von Borussia Mönchengladbach mitgewirkt hatten, wollte Reis nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Das kennen wir doch mittlerweile“, meinte der Coach, der „ein gutes Fußballspiel“, gesehen hatte. Diese Meinung teilte Leverkusens Trainer Peter Hyballa: „Der VfL steht nicht zu Unrecht so weit oben und hat eine starke Mannschaft, das haben wir nach den Anschlusstreffern zu spüren bekommen. Deshalb bin ich sehr stolz auf meine Truppe, dass sie so dagegen gehalten hat. Schließlich saßen wir nach dem Spiel in der Youth League in Borissow in der Nacht zum Mittwoch um 03.00 Uhr noch in Weißrussland.“

Auch, wenn die Saison bislang nicht so verlaufen ist, wie man sich das unter dem Bayer-Kreuz gedacht hatte, müsse man laut Hyballa positiver denken. „Schließlich sind wir in drei Wettbewerben dabei.“ Auch, wenn er selbst nach dem Dreier in Bochum in der Bundesliga nicht mehr ganz nach oben schielt. „Wie die Mannschaft sich entwickelt, ist mir wichtiger. Von mir aus kann in diesem Jahr ein anderer Verein Westdeutscher Meister werden“, hat er den Titel bereits abgeschrieben.

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