Auf der Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden versucht sich der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf mit Hilfe der Münchener Agentur Odgers Berndtson am großen Personalrad.

Düsseldorf

Heldt sagt Fortuna ab

Michael Ryberg
27. November 2015, 13:11 Uhr
Foto: firo

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Auf der Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden versucht sich der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf mit Hilfe der Münchener Agentur Odgers Berndtson am großen Personalrad.

Unter anderem war der aktuelle Schalke-Manager Horst Heldt kontaktiert worden. Der in Düsseldorf wohnende einstige Mittelfeldkicker, dessen Vertrag bei den Königsblauen bekanntlich am 30. Juni 2016 endet, hat jedoch nach Informationen dieser Zeitung dem Tabellenvorletzten des Bundesliga-Unterhauses abgesagt.

Gleiches gilt nach Angaben des "Express" auch für Ex-Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack. Ganz früh im Visier war der ehemalige BVB- und Schalke-Innenverteidiger Christoph Metzelder, den der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Reinhold Ernst schon im Oktober kontaktiert hatte. Metzelder verwies allerdings auf seine zahlreichen anderen Projekte, die ihm nicht genügend Zeit für eine tägliche Arbeit in der Düsseldorfer Arena lassen würden.

30 Kandidaten sagten der Fortuna bereits ab

Nach Informationen dieser Zeitung soll es bereits 30 Absagen von möglichen Kandidaten in Richtung Fortuna gegeben haben, die den seit dem 1. Februar 2014 hauptamtlichen Posten hätten bekleiden können. Was auch damit zusammenhängt, dass die sportliche Marschrichtung eine äußerst ungewisse ist. Ein Abstieg in die dritte Liga dürfte den bezahlten Job, zuletzt rund 250.000 Euro im Jahr wert, infrage stellen. Allein schon deshalb, weil den Fortunen, derzeit Vorletzter in der 2. Bundesliga, dann mindestens acht Millionen Euro Fernsehgeld im Etat fehlen würden.

Fortuna sucht nach Kramer-Entlassung einen Rettungsanker
Der Vorletzte der 2. Bundesliga hat sich von Trainer Frank Kramer getrennt. Assistent Peter Hermann übernimmt vermutlich zunächst die Verantwortung. Dazu stehen mittlerweile drei beurlaubte Mitarbeiter auf der Honorarliste. Für den am Montag geschassten Cheftrainer Frank Kramer, der noch bis 30. Juni 2017 einen Vertrag besitzt, den im Mai in die Wüste geschickten Sportvorstand Helmut Schulte und den bisherigen Vorstandschef Dirk Kall sind im neuen Jahr mehr als eine Million Euro zu berappen.

Jos Luhukay ist Favorit auf den Trainerposten

Übrigens: Favorit auf den vakanten Cheftrainerposten der Fortuna ist nach Informationen dieser Zeitung der Niederländer Jos Luhukay. Allerdings scheint auch der VfB Stuttgart an den Diensten des Aufstiegsexperten interessiert zu sein, der Borussia Mönchengladbach (2008), den FC Augsburg (2011) und Hertha BSC (2013) in die Bundesliga geführt hatte. Die Schwaben hatten sich am Dienstag mangels sportlichem Erfolg vom ehemaligen Leipziger Coach Alexander Zorniger getrennt.

Autor: Michael Ryberg

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