Bochums Abwehrspieler Felix Bastians hatte nach dem 1:1 gegen Union Berlin seinen ganzen Frust ins Gesicht geschrieben:

VfL Bochum

"Hoch und weit bringt Sicherheit"

22. November 2015, 12:47 Uhr
Foto: firo

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Bochums Abwehrspieler Felix Bastians hatte nach dem 1:1 gegen Union Berlin seinen ganzen Frust ins Gesicht geschrieben:

„Das Gegentor war eigentlich sehr unglücklich, wir haben in der Defensive besser gespielt und wenig zugelassen, waren aber im Angriff nicht zwingend genug.“ Im Rückblick auf den Gegentreffer meinte der Linksfuß, dass man zwischendurch auch einmal eine unkomplizierte Spielweise anwenden sollte, notfalls den Ball auch mal auf die Tribüne befördert. Bastians: „Es gilt immer noch der Spruch: Hoch und Weit bringt Sicherheit.“

Union Berlins Trainer Sascha Lewandowski hat rund einen Kilometer Luftlinie vom rewirpowerSTADION noch immer eine Wohnung. Der langjährige U19-Trainer vom VfL Bochum genoss den Abend abseits des Spiels an alter Wirkungsstätte und verriet: „Vor und während der Partie habe ich alles ausgeblendet, aber es ist schon ein schönes Gefühl, wenn man zu seinem alten Klub kommt und man spürt, dass sich alle auf das Wiedersehen freuen.“ Zu seinen damaligen Spielern gehörten Andreas Luthe und Patrick Fabian, mit denen er am 27. Juni 2004 in Unterhaching den Bayern im Finale um die deutsche U19 Meisterschaft unterlag.

Bochums glückloser Knipser [person=1492]Simon Terodde[/person] hatte kurz nach dem Abpfiff keine schlüssige Erklärung, warum es beim VfL derzeit nicht zu einem Dreier reicht: „Wir gehen durch ein tolles Tor in Führung, lassen in der Abwehr fast nichts zu und gewinnen trotzdem nicht. Das ist einfach nur ärgerlich. Wir müssen uns aber auch den Vorwurf machen, dass wir in der zweiten Halbzeit keine zwingenden Torchancen herausgespielt haben.“

Trotz des Ärgernisses über das Remis, musste Keeper [person=1634]Andreas Luthe[/person] vielleicht auch über sich selbst schmunzeln: „Es ist schon kurios: Ich erzähle hier jede Woche dasselbe. Und zwar, dass wir die spielbestimmende Mannschaft waren, dass wir mehr für das Spiel getan haben als der Gegner, aber dass wir es einfach nicht über 90 Minuten hinbekommen. Auch gegen Union wurden wir wieder für eine kleine Phase der Nachlässigkeit hart bestraft und hätten da sogar das 1:2 hinnehmen können. Wir machen sehr, sehr viel für das Spiel, allerdings bei allem Engagement in der Offensive, gibt es bei uns in der Defensive bei gegnerischen Kontern immer wieder große Lücken. Das ist schade.“

Obwohl das Pokalspiel beim TSV 1860 München am Mittwoch, 16. Dezember, erst um 20:30 Uhr angepfiffen wird, hatte der VfL in dieser Woche rund vier Wochen vor dem Anpfiff für die Auswärtsbegegnung bereits 1.600 Tickets abgesetzt. Für Bochum eine mehr als bemerkenswerte Zahl.

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