Für Amar Cekic war das Pokalspiel gegen die SpVgg Sterkrade-Nord Balsam für die Fußballer-Seele.

RWE

"Amar ist wieder im Kommen"

05. November 2015, 17:07 Uhr
Foto: Ketzer

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Für Amar Cekic war das Pokalspiel gegen die SpVgg Sterkrade-Nord Balsam für die Fußballer-Seele.

Er musste eine ganze Weile warten. Seit RWE-Trainer Jan Siewert den jungen Amar Cekic am 19. September bei der 1:3-Niederlage in Mönchengladbach zur Halbzeit ausgewechselt hatte, kam der 22-Jährige nicht mehr zum Einsatz – bis zum Mittwoch. Im Niederrheinpokal durfte er von Beginn an ran und spielte 80 Minuten lang. „Ein schönes Gefühl“, bekannte Cekic, um brav hinzuzufügen: „Dass wir gewonnen haben, war umso schöner.“

Seine Leistung konnte sich durchaus sehen lassen. Zwar ging es nur gegen einen Landesligisten, aber sein Trainer dürfte registriert haben, dass Cekic den Führungstreffer von [person=2063]Marcel Platzek[/person] mit einem sehenswerten Steilpass einleitete und vor dem 4:1 in bester Schussposition uneigennützig für [person=5104]Cebio Soukou[/person] auflegte. „Der Trainer hat mir vor dem Spiel gesagt, er erwartet eine souveräne Partie von mir“, verriet Cekic. Diese Vorgabe konnte er umsetzen. „Amar ist wieder im Kommen“, sagt Siewert deshalb auch über den 1,69-Meter kleinen Offensivspieler.

Warum er für die Mannschaft wichtig ist, haben die Verantwortlichen von RWE mehrfach betont. Er sei eben ein Spielertyp, den es ansonsten im Kader nicht gibt. Siewert nennt ihn einen „Nahtstellen-Spieler“, der mit seiner Schnelligkeit und Wendigkeit auch eine Option ist, um ihn in der Schlussphase eines Spiels noch einmal reinzuwerfen und für Alarm zu sorgen. Bisher gelang Cekic das noch nicht so oft wie erhofft. Siewerts Erklärung: „Er hat noch nicht ganz die Sicherheit, die er für sein Spiel braucht, aber er wird da hin kommen.“

Womöglich müsse sich der schmächtige Cekic – der am liebsten auf der Zehner-Position spielt – auch noch etwas an die robuste Spielweise in der Regionalliga West gewöhnen, glaubt sein Trainer. Für Cekic selbst gibt es noch ein anderes Problem: „In der Regionalliga werden sehr viele lange Bälle gespielt, da ist es als kleiner Spieler schwer, sich durchzusetzen.“ Spielpraxis hilft ihm dabei natürlich. Mit Leistungen wie am Mittwoch kann er sich für weitere Einsätze empfehlen. „Ich versuche aus jedem Training und aus jedem Spiel das Maximum herauszuholen“, sagt Cekic. Siewert wird es gerne hören.

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