Rund sechs Jahre lang leitete er die Geschicke beim SV Lippstadt 08. Ab sofort ist Daniel Farke für die Zweitvertretung von Borussia Dortmund verantwortlich.

BVB II

Farke kommt voller Tatendrang

Krystian Wozniak
04. November 2015, 09:17 Uhr
Foto: Ketzer

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Rund sechs Jahre lang leitete er die Geschicke beim SV Lippstadt 08. Ab sofort ist Daniel Farke für die Zweitvertretung von Borussia Dortmund verantwortlich.

Farke, der zwischen dem 30. April 2009 und 30. Juni 2015 in Lippstadt Trainer und Sportdirektor war, erhält an der Strobelallee einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017 und bringt auch seinen Vertrauten und Co-Trainer Edmund Riemer mit. RevierSport sprach am Dienstagabend mit dem neuen BVB-II-Trainer.

Daniel Farke, Glückwunsch zur neuen Aufgabe. Wie kam es letztendlich zu Ihrem Engagement bei Borussia Dortmund?
Die Fußballfamilie ist ja klein. Ich kenne Ingo Preuß schon sehr lange und das nicht nur aufgrund der regionalen Nähe, sondern auch aufgrund diverser Veranstaltungen oder Lehrgänge. Der intensive Kontakt besteht aber erst seit wenigen Tagen, als klar war, dass David Wagner gehen würde.

Sie wurden jedoch schon des Öfteren bei den BVB-II-Heimspielen gesichtet...
Ja, ich habe mir die Spiele oft angeschaut. Aber seit dem 1. Juli war ich auch bei etlichen Zweit-, Dritt- und Viertligaspielen. Ich habe mich weitergebildet und hatte dies eigentlich auch für die nächsten Wochen und Monate vor. Ich habe Kontakt zu Roger Schmidt und Dieter Hecking aufgenommen und sollte eigentlich in Leverkusen und Wolfsburg demnächst hospitieren und diesen sehr guten Trainern über die Schulter schauen. Aber im Fußball kann man bekanntlich kaum planen.

Allen voran, wenn Borussia Dortmund anruft, oder?
Ja, das ist natürlich eine Top-Marke im Weltfußball. Ich bin stolz, dass ich hier bin und in diesem tollen Verein arbeiten darf. Wir hatten mit Ingo Preuß, Lars Ricken, aber auch Thomas Tuchel oder Michael Zorc sehr gute Gespräche und waren schnell auf einer Wellenlänge. Ich freue mich riesig auf die Zusammenarbeit.

Vom SVL zum BVB. Wie fühlt sich das an?
Das ist einfach nur sensationell. Etwas ganz anderes, etwas ganz Großes. Hier findet man in allen Bereichen Top-Bedingungen vor. Seien es die Trainingsmöglichkeiten, die ganze Infrastruktur oder die medizinische Abteilung. Natürlich sind aber auch die Erwartungshaltung und Verantwortung umso höher.

Wie gut kennen Sie die Mannschaft? Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Team?
Ich kenne den Kader gut. Ich habe ja, wie eingangs schon gesagt, einige Spiele gesehen. Leider haben wir aktuell viele verletzte und angeschlagene Jungs. Am Mittwoch fahren wir zum Testspiel in die Niederlande zu Roda Kerkrade II mit 12 oder 13 Feldspielern. Die personelle Lage könnte natürlich besser aussehen. Nichtsdestotrotz wollen wir neben der Weiterentwicklung der erstklassigen Talente natürlich auch dafür sorgen, dass die Mannschaft so schnell wie möglich aus dem Tabellenkeller kommt.

Was reizt einen 39-jährigen Fußballlehrer daran, eine Regionalliga-Reserve zu übernehmen?
Hier handelt es sich nicht um eine Reservemannschaft, sondern um den Nachwuchs von Borussia Dortmund. Das ist eine große Marke und dieses Engagement ist sehr, sehr reizvoll. Mein Co-Trainer Edmund Riemer und ich sind neugierig darauf, den restlichen Trainer- und Betreuerstab sowie die Mannschaft besser kennenzulernen und gemeinsam Erfolg zu haben.

Autor: Krystian Wozniak

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