Es wird ernst für den MSV Duisburg. Am Sonntag steht für die Zebras der ultimative Krisengipfel beim punktgleichen Tabellenvorletzten 1860 München an.

MSV Duisburg

Lettieris letzte Chance

Martin Herms
29. Oktober 2015, 12:29 Uhr
Foto: Firo

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Es wird ernst für den MSV Duisburg. Am Sonntag steht für die Zebras der ultimative Krisengipfel beim punktgleichen Tabellenvorletzten 1860 München an.

Nur einen Tag nach dem letztlich enttäuschenden Remis gegen den 1.FC Nürnberg hatte sich Jürgen Marbach zu Wort gemeldet und ein Machtwort im Fall Lettieri gesprochen. "Unser Trainer sitzt auch am kommenden Wochenende auf der Bank", sagte Duisburgs Aufsichtsratschef. Der umstrittene Aufstiegstrainer erhält somit noch eine weitere Chance, die jedoch die letzte sein dürfte, falls die Meidericher ihre Talfahrt in der Fremde fortsetzen. Nicht einen einzigen Zähler hat der MSV außerhalb seiner eigenen Spielstätte bisher einfahren können. Nun muss bei den Löwen unbedingt die Wende her. Alles andere als ein Sieg in der Allian-Arena würde wohl drastische Konsequenzen nach sich ziehen.

Lettieris Kredit ist angesichts der katastrophalen Bilanz ohnehin schon längst aufgebraucht. Lediglich die Kostenfrage einer Entlassung und ein fehlender Plan B haben sein Aus bisher abgewendet. Nach Informationen der NRZ stehen bisher drei Kandidaten auf dem Zettel. Dazu gehören Ex-Zebra Ilja Gruev, der zuletzt beim Regionalligisten Viktoria Köln entlassene "Pele" Wollitz sowie ein Übungsleiter, der zur Zeit im benachbarten Ausland unter Vertrag steht. Zudem kursiert nach wie vor das Gerücht über eine mögliche Rückkehr von Kosta Runjaic.

Zunächst hat der amtierende MSV-Coach am Sonntag aber nochmal die Möglichkeit, die Verantwortlichen umzustimmen. Doch die Münchner gehen mit reichlich Rückenwind in die Partie. Am Dienstagabend gab es im Pokal beim Bundesligisten FSV Mainz 05 den ersten Sieg seit 80 Tagen. Doch auch der MSV hat ein wenig Selbstvertrauen tanken können, immerhin wurden in den letzten drei Spielen vier Zähler eingefahren. Lettieri sprach von einem Aufwärtstrend. "Ich denke, dass die letzten drei Spiele in Ordnung waren. Defensiv waren wir sehr stabil, nur leider haben trotz einiger Chancen die Tore gefehlt. Wir müssen in München endlich treffen." Ein Ende der Flaute käme wohl gerade noch rechtzeitig. Sowohl für den MSV als auch für Lettieri.

Autor: Martin Herms

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