Schalke - Hertha

Wiedergutmachung im "Topspiel"

Hendrik Niebuhr
16. Oktober 2015, 12:03 Uhr
Foto: firo

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Die 0:3-Niederlage gegen Köln ist abgehakt, in der Länderspielpause wurde durchgeatmet. Gegen Hertha BSC soll am Samstag für Schalke der nächste Dreier her.

Von einem "Topspiel" sprach Schalkes Chefcoach André Breitenreiter auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Donnerstag. Denn klammheimlich hat sich der Hauptstadtklub auf den vierten Platz vorgeschoben und ist damit derzeit ärgster Verfolger von S04.

"Die Hertha macht das hervorragend. Sie stehen seit dem Trainerwechsel sehr kompakt und schalten schnell um. Es war schon im letzten Jahr schwierig, gegen sie Torchancen zu kreieren", meinte Breitenreiter, der aber in dieser Saison eine Weiterentwicklung bei der Mannschaft von Pal Dardai erkannt hat: "Sie haben jetzt auch in der Offensive mehr Qualität", spielte er vor allem auf die Neuzugänge Vladimir Darida, der im Mittelfeld die Fäden zieht, sowie den in der Vergangenheit oft gescholtenen Vedad Ibisevic an, der bei der Hertha jedoch seine alte Treffsicherheit wiederzuerlangen scheint. Schon vier Treffer erzielte der Bosnier in fünf Einsätzen, zuletzt gelang ihm ein Doppelpack beim 3:0-Sieg gegen den Hamburger SV.

Parallelen drängen sich angesichts der Spielweise der Berliner zur jüngsten Heim-Pleite gegen Köln auf. Aus diesem Grund hat der Schalker Trainerstab mit der Mannschaft die Niederlage seit die Nationalspieler wieder zurück sind, noch einmal ausdrücklich analysiert und Lösungsbeispiele aufgezeigt - sei es per Videobildern, Flipcharts, oder Erklärungen und diese auf dem Platz auch nachgespielt. "Jetzt muss die Mannschaft das umsetzen", sagte Breitenreiter - während der 90 Minuten am Samstag sind ihm die Hände nunmal weitestgehend gebunden.

Sehr zur Freude des Trainers sind bis auf eine Ausnahme sämtliche Spieler topfit von ihren Länderspielreisen zurückgekehrt: [person=1770]Klaas-Jan Huntelaar[/person], der das leidvolle Ausscheiden seiner Niederländer in der EM-Qualifikation hinnehmen musste, laboriert an einer Hüftblessur und musste das Training abbrechen. Keine großen Sorgen macht Breitenreiter dahingehend, dass die U21-Spieler um Max Meyer, Leon Goretzka und Leroy Sane die Strapazen der Reise auf die Faröer-Inseln nicht ausreichend überwunden haben: "Max hatte im ersten Spiel eine Pause, Leon wurde im zweiten Spiel rausgenommen. Das sind junge Burschen, die sich einsatzfreudig im Training zeigen und für Samstag Optionen sind."

Die Jungs wollen es besser machen als gegen Köln
André Breitenreiter

An der Stimmung im Training gab es indes auch im kleinen Kreis ohne die Nationalspieler in den letzten einanhalb Wochen nichts zu deuteln. "Es ist nicht immer einfach, ohne Ziel am nächsten Wochenende im kleinen Kreis zu trainieren. Aber die Mannschaft hatte die Köpfe oben und eine hohe Einsatzbereitschaft gezeigt", zeigte sich der 42-Jährige zufrieden mit den Einheiten in der letzten Woche: "Die Jungs sind fokussiert und wollen es am Samstag besser machen als gegen Köln. Das spürt man."

Autor: Hendrik Niebuhr

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