Die Aachener Alemannia musste jüngst zwei Niederlagen einstecken. Am Freitag steht das Topspiel gegen Rödinghausen auf dem Programm.

Alemannia Aachen

Benbennek kontert erste Kritik

Krystian Wozniak
16. September 2015, 12:11 Uhr
Foto: Ketzer

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Die Aachener Alemannia musste jüngst zwei Niederlagen einstecken. Am Freitag steht das Topspiel gegen Rödinghausen auf dem Programm.

So schnelllebig ist das Fußballgeschäft: Nach dem Traumstart mit 16 Punkten aus sechs Spielen kassierte Alemannia Aachen zwei Niederlagen in Folge und plötzlich kommen die ersten Kritiker aus ihren Häuschen.

Wir müssen rational und seriös bleiben. Wir wissen, was wir bisher gut, aber auch schlecht gemacht haben.
Christian Benbennek

Christian Benbennek lassen die ersten negativen Wochen kalt. Der Fußballlehrer weiß aber auch, dass die Schwarz-Gelben in den folgenden zwei Heimspielen gegen Rödinghausen und Erndtebrück schon ein wenig unter Druck stehen. „Wir wollen zuhause eine Macht sein. Mehr muss ich nicht hinzufügen. Dass nach Niederlagen Fragen aufkommen, warum der Spieler nicht gespielt hat und warum ich so eine Taktik und kein anderes System gewählt habe, ist doch klar. Es ist doch schön, wenn im Fußball diskutiert wird“, sagt Benbennek, betont aber auch: „Wir müssen rational und seriös bleiben. Wir wissen, was wir bisher gut, aber auch schlecht gemacht haben. Die Mannschaft und das Trainerteam können mit der Situation ganz gut umgehen.“

Am Freitag steht dann auf dem Tivoli das Topspiel gegen den SV Rödinghausen auf dem Programm. Oder anders ausgedrückt: der Tabellenführer gastiert beim Dritten der Liga. „Diese Ausgangslage sagt doch alles aus. Auf solche Spiele freut sich jeder Fußballer. Unsere Fans werden uns wieder nach vorne peitschen und wir wollen sie mit einem Sieg belohnen“, gibt der 42-Jährige die Marschroute aus.

Der gebürtige Soltauer fühlt sich in Aachen pudelwohl. Er hat mittlerweile eine Wohnung bezogen und pendelt an freien Tagen zwischen der Kaiserstadt und seiner Familie in Niedersachsen. „Meine Frau und unsere Kinder haben in der Heimat ein geregeltes Leben. Als Fußballtrainer weiß man nie, was passiert. Deshalb ist diese Situation schon in Ordnung“, gibt Benbennek einen Einblick in sein Privatleben. Und wie schnelllebig das Geschäft ist, braucht ihm niemand zu erzählen. Auch Benbennek weiß, dass sich bei einem Sieg gegen Rödinghausen die Kritiker wieder schnell in ihre Häuschen zurückziehen würden.

Autor: Krystian Wozniak

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