Die Führung des Schalker Fanclubverbandes (SFCV) bekommt weiterhin Gegenwind.

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Druck auf die SFCV-Spitze nimmt zu

05. September 2015, 09:58 Uhr
Foto: firo

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Die Führung des Schalker Fanclubverbandes (SFCV) bekommt weiterhin Gegenwind.

Immer mehr Fans fordern eine rasche und transparente Aufarbeitung der zuletzt aufgekommenen Vorwürfe, dass es im SFCV zu finanziellen Unregelmäßigkeiten gekommen sei.

Der SFCV hat vor rund einer Woche einen Wirtschaftsprüfer eingeschaltet, der aufklären soll, inwiefern es im Verband zu unsauberem Geschäftsgebaren und Veruntreuung gekommen ist. Genau dieser Verdacht war beim (ehemaligen) Vorsitzenden des SFCV-Aufsichtsrates, Ender Ulupinar, aufgekommen, der eine Belegprüfung veranlasste, daraufhin aber entmachtet wurde. Die offizielle Version lautet freilich etwas anders: "Auf einer internen Aufsichtsratssitzung des SFCV am 26.08.2015 wurde Frank Kloos zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates des SFCV gewählt. Im Übrigen werden alle weiteren Inhalte der Sitzung intern behandelt", erklärte der SFCV in einer Stellungnahme.

Viele Fans haben allerdings die Befürchtung, dass sich die Vorwürfe intern nicht aufklären lassen, da es am Willen zur Transparenz fehlen könnte. So kursiert eine Fan-Petition, in der das bisherige Vorgehen angeprangert wird. "Egal, wie die Sache jetzt weiter verläuft, vereinspolitisch ist der derzeitige Vorstand des SFCV nicht mehr tragbar. Denn auch der kleinste Zweifel lässt eine künftige vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr zu", heißt es dort. An anderer Stelle wird es ebenso deutlich: "Wir vertrauen Euch (SFCV-Vostand und Aufsichtsrat) nicht mehr und beantragen hiermit eine außerordentliche Mitgliederversammlung, auf der wir die vollständige Aufklärung aller Ungereimtheiten erwarten."

Der Druck auf die SFCV-Spitze wächst

Für diese Aufklärung setzt sich nun auch der "Supporters Club" ein: "Wir denken, dass es jetzt an der Zeit wäre, dass sich auch die Verantwortlichen beim S04 zu dieser Affäre öffentlich äußern und vor allem aktiv zu einer offenen und neutralen Aufklärung beitragen. Dies erreicht man aber nicht durch Stillschweigen und Aussitzen", erklärte der Fanclub in einer Stellungnahme unter der Überschrift "Emschergate am Berger Feld?"

Fest steht: Der Druck auf die SFCV-Spitze wächst. Ob es allein damit getan ist, die Ergebnisse der Wirtschaftsprüfung wie angekündigt zu veröffentlichen, darf bezweifelt werden. Ganz unabhängig davon, was diese Prüfung zu Tage fördert.

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