Borussia Dortmund tat sich schwer beim 1:0 gegen den Wolfsberger AC. Bester Spieler war Henrikh Mkhitaryan - ein Abwehrspieler enttäuschte dagegen.

BVB in Wolfsberg

Mkhitaryan bester Dortmunder

derwesten
31. Juli 2015, 10:11 Uhr
Foto: firo

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Borussia Dortmund tat sich schwer beim 1:0 gegen den Wolfsberger AC. Bester Spieler war Henrikh Mkhitaryan - ein Abwehrspieler enttäuschte dagegen.

Die Einzelkritik im Überblick:

Roman Bürki (2-): In der ersten Halbzeit weitgehend beschäftigungslos – bis auf eine leichte Unsicherheit nach einem Freistoß (38.). Nach der Pause hatte er mehr zu tun, hielt Seidls Freistoß sicher fest (65.) und parierte Trdinas Kopfball (84.). Konnte ansonsten unter Beweis stellen, dass er auch mit dem Fuß mit dem Ball umzugehen versteht.

Lukasz Piszczek (3): Sehr aktiv und engagiert auf der rechten Seite, schlug viele Flanken, von denen aber zu wenige gefährlich wurden – auch, weil er es oft aus dem Halbfeld versuchte. Die beste verpasste Aubameyang mit dem Kopf nur knapp. Defensiv ließ der Rechtsverteidiger kaum etwas anbrennen, wenngleich im zweiten Durchgang die absolute Sicherheit verloren ging.

Sokratis (5): Vor der Pause ein weitgehend souveräner Auftakt des Griechen, der im Zweikampf kaum zu überwinden war. Danach änderte sich das Bild: Sein Straucheln ermöglichte Zündel eine Großchance (70.) und gleich zweimal konnte er Trdina nach einer Ecke nicht am Kopfball hindern (71., 84.) und hatte Glück, dass einmal Piszczek und einmal Bürki auf der Linie klärte. Zwang außerdem mit einem Fehlpass Weigl zu einem taktischen Foul (45.).

Mats Hummels (3): Ohne Fehl und Tadel – in Halbzeit eins. Da spielte der Kapitän defensiv stark und war auch im Spielaufbau souverän. Als aber die Wolfsberger aufdrehten, geriet auch er ins Wanken: als er einmal zu ungestüm herausrückte (61.) und als er sich im Strafraum allzu leicht ausspielen ließ (70.). Beide Male kam so Zündel zu einer Großchance. Und in der 90. Minute unterlief ihm ein krasser Ballverlust, den er nur durch taktisches Foul samt Gelber Karte reparieren konnte.

Marcel Schmelzer (3-): Nicht ganz so aktiv wie Piszczek auf rechts. Zeigte dennoch kluges Stellungsspiel im Angriff und hatte nach hinten keine wirklichen Probleme.

Julian Weigl (2-): Sehr ordentliches und sehr selbstbewusstes Pflichtspiel-Debüt des 19-Jährigen. Als Sokratis ihn per Fehlpass zu einem taktischen Foul samt Gelber Karte zwang, ließ er den Griechen durchaus deutlich wissen, was er davon hielt. Diese Selbstsicherheit war auch in seinem Spiel zu spüren: Positionierte sich im Spielaufbau ebenso klug wie im Defensivspiel, verteilte die Bälle sicher – und erfreulich oft vertikal nach vorne, anstatt die Sicherheitsvariante zu wählen.

Ilkay Gündogan (3): Sehr dominanter Beginn des Nationalspielers, der in der Anfangsphase fast jeden Angriff initiierte und auch viele gegnerische Bälle abfing. Das war ein Schritt zurück zu alter Stärke – wenngleich er im zweiten Durchgang deutlich weniger auffällig war.

Jonas Hofmann (3-): Der Rückkehrer stand etwas überraschend in der Startelf – und traf prompt zum 1:0, als er Mkhitaryans Querpass ins leere Tor bugsierte (16.). Sehr engagiert und viel unterwegs, aber fand nicht immer die rechte Bindung zum Spiel und erlaubte sich dann doch ein paar Fehler zuviel.

Marco Reus (4): Ließ in vielen Situationen seine Klasse aufblitzen, spielte einige starke Pässe. Gut auch, dass er vor dem 1:0 nicht zum Ball ging – dann wäre es Abseits gewesen. Aber wie so viele seiner Teamkollegen hielt er sich in der zweiten Halbzeit deutlich zurück.

Henrikh Mkhitaryan (2-): Im ersten Durchgang bester Dortmunder Offensivspieler, Dreh- und Angelpunkt aller Angriffsbemühungen. Nur folgerichtig, dass der Armenier das 1:0 mit blitzsauberem Querpass vorbereitete ( 16.). Legte auch einige weitere Gelegenheiten stark auf – und verhinderte im zweiten Durchgang auf der Linie den Ausgleich nach einem Eckball (71.).

Pierre-Emerick Aubameyang (4): Leitete das 1:0 mit präzisem Steilpass auf Mkhitaryan ein (16.) – das war seine beste Szene. Hatte einige Kopfballchancen, die er nicht nutzen konnte (2., 12., 56.) und ließ seine beste Gelegenheit liegen, als er alleine auf den Torhüter zulief, sich aber zu weit abdrängen ließ (77.).

Autor: derwesten

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