Vor dem Regionalliga-Auftakt am kommenden Samstag um 14 Uhr ist ein Spieler von Rot-Weiss Essen besonders motiviert.

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Studtrucker ist wieder heiß auf Wiedenbrück

29. Juli 2015, 10:18 Uhr
Foto: Tillmann

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Vor dem Regionalliga-Auftakt am kommenden Samstag um 14 Uhr ist ein Spieler von Rot-Weiss Essen besonders motiviert.

Es geht das Gerücht um, dass sich die Mannschaft von Rot-Weiss Essen in der vergangenen Saison einen Scherz erlaubt hat. Da hing in der Kabine plötzlich ein Spielplan, laut dem RWE jede Woche gegen Wiedenbrück spielen musste – eigens angefertigt für Marwin Studtrucker.

Der 25-Jährige, der vor einem Jahr aus Wiedenbrück an die Hafenstraße wechselte, erzielte drei seiner neun Saisontore in der vergangenen Saison gegen seinen Ex-Klub, eins im Hin- und zwei im Rückspiel.

Studtrucker macht keinen Hehl daraus, dass dieses Duell für ihn immer noch ein besonderes ist: „Ich spiele ja gerne gegen Wiedenbrück“, sagt er mit einem Grinsen. Der Offensivmann freut sich auf den Vergleich mit den alten Kollegen, der in dieser Saison schon am ersten Spieltag stattfinden wird.

Sehr wahrscheinlich wird der gebürtige Hagener einen Platz in der Startelf erhalten. In der Vorbereitung hat er sich auffällig präsentiert und war mit sechs Treffern in den insgesamt zehn Testspielen der beste Torschütze. Gegen den wohl ambitioniertesten Vorbereitungs-Gegner RCD Mallorca erzielte Studtrucker beide Tore. Ein besseres Bewerbungsschreiben kann mal als Offensivspieler kaum abgeben.

Er gehört zu den besten Torjägern der Liga
Alfons Beckstedde über Marwin Studtrucker

Und auch der neue RWE-Trainer Jan Siewert wird davon gehört haben, dass Studtrucker gegen seinen ehemaligen Verein immer noch ein paar Extrapunkte an Motivation aus sich herauskitzeln kann. Der Wiedenbrücker Coach Alfons Beckstedde ist sich auf jeden Fall bewusst, was seine Mannschaft erwartet: „Wir kennen ‚Studti‘ sehr gut, er gehört zu den besten Torjägern der Liga. Er hat eine Wiedenbrücker Vergangenheit und da ist es selbstverständlich, dass er noch einen Tick motivierter ist als sonst.“

Studtrucker hat bereits Kontakt mit seinen Freunden aus Wiedenbrück aufgenommen. „Die haben mir gesagt, ich soll diesmal ein bisschen ruhiger machen“, berichtet Studtrucker, doch er betont: „Ich versuche natürlich, das nicht zu tun.“

Ein guter Saisonstart ist nicht nur für RWE, sondern auch für Studtrucker von größter Bedeutung. Will er auf Dauer in der Startelf stehen, dann muss er – angesichts der starken Konkurrenz – regelmäßig überzeugen. Schafft er das, dann werden die Scherze über seine besondere Beziehung zu seinem Ex-Klub schon bald der Vergangenheit angehören.

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