Nach einer komplett verkorksten Spielzeit 2014/2015 wollen die Kölner Haie in der kommenden Saison wieder in den Titelkampf eingreifen.

Kölner Haie

Rieseneuphorie und Kooperation mit Moskitos

23. Juli 2015, 15:48 Uhr
Foto: Tillmann

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Nach einer komplett verkorksten Spielzeit 2014/2015 wollen die Kölner Haie in der kommenden Saison wieder in den Titelkampf eingreifen.

Dabei helfen sollen international bekannte und erfahrene Kräfte, die Cheftrainer Niklas Sundblad vornehmlich aus Schweden verpflichtet hat. Torwart Gustaf Wesslau (HV 71), Verteidiger Shawn Lalonde und die Stürmer Per Aslund (beide Färjestads Karlstad) sowie Johannes Salmonsson (Linköpings HC) sind nur einige der insgesamt zwölf Neuzugänge, die das Verpassen der Playoffs im letzten Jahr schnell wieder vergessen wollen machen.

Dass hinter der "Tre Kronor"-Fraktion aber ein bestimmter Plan steckt, bestreitet Co-Trainer Franz Fritzmeier: "Natürlich helfen uns einige Kontakte, die Niklas in die Heimat hat. Aber wir haben uns nicht nur bei den Schweden umgeguckt. Wir waren viel unterwegs, haben viel gescoutet und einfach versucht, für alle Positionen die bestmöglichen Spieler zu finden."

Und dabei Namen gefunden, die nicht nur in Expertenkreisen, sondern auch bei den Anhängern aufhorchen ließen. Wenig verwunderlich, dass sich zahlreiche Fans am Mittwoch zum Eistrainingsauftakt in die Kölnarena 2 "verirrten". "Es war ein tolles Gefühl, wieder auf dem Eis zu sein, die Euphorie ist groß, die Leute in Köln sind wieder heiß auf Eishockey. Die Kölner Haie sind einfach auch eine Marke, die die Leute anzieht", betont Fritzmeier. In den kommenden Wochen werden er, Sundblad sowie die weiteren Teile des Trainerteams die Mannschaft ordentlich fordern, Testspielauftakt ist am 15. August. Innerhalb von vier Tagen absolvieren die Raubfische dann drei Testspiele bei den Schweizer Klubs EV Zug, HC Ambri-Piotta und Rapperswil-Jona Lakers.

Änderungen für den "Unterbau"

Nachdem der KEC den Kader mit der Verpflichtung von Center Jason Williams (Oklahoma City Barons/AHL) komplettierte, gibt es nun erstmal nur noch eine Großbaustelle. Denn mit welchem DEL2-Klub die Haie in der kommenden Saison kooperieren werden, steht noch nicht fest. Der letztjährige Partner Kassel Huskies hat sich dem deutschen Meister Adler Mannheim angeschlossen, dem KEC-Wunschpartner EV Landshut wurde überraschend die Lizenz verweigert. "Wir stehen nun in Gesprächen mit Heilbronn", erklärt Fritzmeier. Die Falken haben als sportlicher Absteiger das Nachrückerrecht und prüfen gerade einen Wiedereinstieg in Deutschland zweithöchste Spielklasse.

Sicher ist hingegen, dass man in Deutz ab sofort mit den Moskitos Essen zusammenarbeitet. "Der Frank (Gentges, ESC-Trainer) ist ja als harter Arbeiter bekannt. Er wird im Rahmen der Kooperation vornehmlich mit unseren DNL-Spielern arbeiten können", sagt Fritzmeier. Im - aus Moskitos-Sicht - günstigsten Fall könnte sogar Verteidiger Maximilian Faber einige Spiele für den Oberligisten absolvieren. Dass der Jung-Verteidiger, der in Krefeld und Berlin bereits elf Mal DEL-Luft schnuppern durfte, in der Saison 2015/2016 zu vielen Einsätzen beim KEC kommt, ist zu bezweifeln. Er wird - sofern es die Personallage bei den Haien, die sieben weitere Abwehrakteure im Kader haben, zulässt - wohl vor allen Dingen beim künftigen DEL2-Partner spielen.

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