In vier Tagen startet die Saison für den MSV Duisburg. Etliche Testspiele und zwei Trainingslager sollten für eine gute Vorbereitung sorgen. Ein Fazit.

MSV Duisburg im Test

Mit alter Herde zurück in Liga zwei

Julia Schindler
21. Juli 2015, 08:27 Uhr
Foto: firo

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In vier Tagen startet die Saison für den MSV Duisburg. Etliche Testspiele und zwei Trainingslager sollten für eine gute Vorbereitung sorgen. Ein Fazit.

Die Zebras sind wieder da. Nach dem Lizenzentzug und dem Zwangsabstieg in die 3. Liga, hat sich der MSV innerhalb von zwei Jahren zurückgekämpft. Nun lautet die Devise die Liga zu halten und für Stabilität zu sorgen.

Vorbereitung
Trainer Gino Lettieri gab den Startschuss für die zweite Liga am 15. Juni. Auf ein paar Trainingseinheiten in Meiderich folgte ein Lauf-Trainingslager in Eisenach und ein zweites Trainingslager in Österreich, bei dem die Arbeit mit dem Ball im Vordergrund stand. In insgesamt neun Testspielen, gegen meist weitaus unterklassigere Gegner, konnte Lettieri neue Spielweisen einstudieren und seine neuen Schützlinge genauer unter die Lupe nehmen. Negativ: Drei Spieler haben sich dabei verletzt und fallen länger aus.

Testspiele
FC Eisenach – MSV 0:11
Duisburger SV 1900 - MSV 0:4
BW Neuenkamp - MSV 0:18
TV Voerde - MSV 0:14
KF Skenderbeu – MSV 0:1
Slavia Prag – MSV 1:1
SK St. Johann – MSV 1:19
MSV - VfL Bochum 1:2
MSV Duisburg - FC Porto 0:2

Torschützen: Iljutcenko (13), Onuegbu (11), Janjic (10), Bröker (5), Scheidhauer (4), Dausch (4), Engin (3), Wiegel (3), Bohl (3), Grote (3), Dum (2), Brandstetter (2), Kühne, Poggenberg, Wolze

Abwehr
Die Duisburger Abwehrkette ist eingespielt. Mit dem erfahrenen Spielführer Branimir Bajic, dem großen Thomas Meißner und Ex-Spielführer Steffen Bohl scheint die Defensive eine sichere Bank zu sein. Der flinke Enis Haijri ist hinten auch zur Stelle, wenn es mal wackeln sollte. In der vergangenen Saison stellte der MSV mit 40 Gegentreffern die drittbeste Abwehr in der 3. Liga. In den neun Testspielen kassierte die Truppe von Litterie nur vier Gegentreffer.

Mittelfeld
Tim Albutat überzeugte in Liga drei auf der Sechser-Position. Er ist für das Team eine große Stütze. In der Vorbereitung wurde allerdings deutlich, dass sich die Zebras im Mittelfeld noch verbessern müssen. Gerade durch die Ausfälle von Pierre De Wit und Andreas Wiegel sind die Positionen recht dünn besetzt. Alternativ stehen der flinke und torgefährliche Dennis Grote oder die Youngster Dominik Behr und Ahmet Engin, die aus der U19 hochgezogen wurden, zur Verfügung. An Motivation wird es ihnen nicht fehlen, aber an Erfahrung.

Angriff
Mit Kingsley Onuegbu, Zlatko Janjic und Stanislav Iljutcenko ist der MSV mit drei der besten sechs Top-Torjäger der vergangenen Saison der 3. Liga sehr gut besetzt. Bereits in den Testspielen schoss das Trio zusammen 34 Tore, vorne an Iljutcenko, der aus Osnabrück kam. Mit Neuzugang Thomas Bröker gibt es eine erfahrene Alternative im Angriff.

Stärken
Der MSV ist eine eingeschworene Einheit. Der Zusammenhalt in der Mannschaft kann für Überraschungen sorgen. Ivica Grlic hat gute Spieler nach Duisburg geholt. Alle Jungs haben sich schnell integriert. Stanislav Iljutcenko ist nach den Testspielen der Ballermann der Zebras. Zusammen mit Onuegbu und Janjic ist der Sturm gut besetzt. Die Abwehr bleibt aus der vergangenen Saison bestehen. Die Jungs sind eingespielt.
Mit den Fans im Rücken, die trotz der schwierigen Zeiten Treue bewiesen haben, kann nichts schief gehen.

Schwächen
Die Duisburger sind in der Vorbereitung nicht vom Verletzungspech verschont geblieben. Drei Spieler fehlen längerfristig. Das hat zur Folge, dass das Mittelfeld offensiv und defensiv dünn besetzt ist. Ivica Grlic wünscht sich auf diesen Positionen noch Verstärkung. Doch so lange Spieler, die keine Aussicht auf einen Stammplatz haben, nicht anderswo untergebracht werden können, ist für potenzielle neue Zebras kein Platz im Kader. Viele der Neuzugänge haben noch nie in der zweiten Liga gespielt. Es könnte an Erfahrung fehlen.

Prognose
Das Blatt des MSV hat sich gewendet. Anders als vor zwei Jahren, als der Zwangsabstieg beschlossen und ein komplett neuer Kader zusammengewürfelt wurde, ist die Mannschaft zusammengeblieben. Das Erfolgserlebnis haben die Jungs untereinander und das komplette Team mit den Fans noch enger zusammengeschweißt. Der Teamgeist und der Zusammenhalt sind deutlich spürbar. Die zahlreichen, hohen Siege in den Testspielen haben gezeigt, dass die Zebras torhungrig sind. Die Ergebnisse, sind dennoch nicht aussagekräftig. Der Test gegen Liga-konkurrent VfL Bochum hat gezeigt, dass dem MSV eine schwierige Aufgabe in Liga zwei bevor steht. Gerade das Auftaktprogramm hat es in sich. Nichts desto trotz, wird das Team mit Kampf und Leidenschaft das Saisonziel Klassenerhalt erreichen.

Autor: Julia Schindler

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