SSV Hagen

Bezirksliga-Aufstieg samt Versprechen

Arthur Makiela
27. Juni 2015, 21:16 Uhr

Foto: Makiela

In der letzten Saison scheiterte der SSV Hagen in der Relegation. Nun spielt man in der Bezirksliga.

Im Duell der "Unbesiegten" setzte sich der SSV Hagen gegen Blau-Weiss Voerde mit 2:0 durch. "Respekt an die Hagener. Sie spielen einen echt schönen Ball", gratulierte der faire Verlierer Lars Möske. Sein Team, Blau-Weiss Voerde, ging mit einem Handicap von 0:1 aus dem Hinspiel in die Partie, die ebenfalls mit einen Schock begann. Mit der ersten echten Möglichkeit erzielte Enes Demir die Führung für den SSV (10.). "Unser Plan war es, so lange wie nur möglich das 0:0 zu halten, um den müde werdenden Gegner in der Schlussphase zu packen", erklärte der BW-Coach: "Dies war schnell über Bord geworfen." Der Gegentreffer sei eine "harte Nuss" gewesen.

Die Hagener waren bis in die Haarspitzen motiviert und wollten ihrem scheidenden Trainer Ömür Turhan, der nun im Vorstand aktiv sein wird, ein "traumhaftes Abschiedsgeschenk" bereiten. "Das letzte Training war sehr emotional. Der Trainer musste uns nicht viel auf den Gegner einstellen", betonte [person=6249]Serdar Demirel[/person]. Furkan Ünal traf noch zum 2:0 (90.).

Nach dem Abpfiff gab es kein Halten mehr. Die Rot-Weissen feierten besonders ihren Trainer, der komplett eine ordentliche Dusche auf dem Platz abbekam. "Das Team ist supergeil. Nach der vielen Kritik und der Depression nach dem Verpassen des Aufstiegs im letzten Jahr haben wir es geschafft", erklärte Ömür Turhan: "Wir haben nicht aufgegeben, haben hart gearbeitet und haben eine 'Jetzt-erst-recht-Mentalität' entwickelt. Ungeschlagen steigt der SSV Hagen in die Bezirksliga auf. In 30 Spielen gab es 28 Siege und nur zwei Remis. Zudem kassierten sie lediglich 14 Gegentore in 30 Partien. Der BWV musste erst in der Relegation seine Niederlagen eins und zwei hinnehmen. "Schade, dass nicht beide aufsteigen - wie früher", sagte Übungsleiter Möske.

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"Fußball in Hagen war bislang nur Kreisliga-Fußball. Nun wird Großes kommen", sagte Demirel, der eine Gänsehaut bekommt, wenn er an die Hagener Zukunft denkt. Der Verein habe den ersten "Meilenstein" gesetzt und die "Qualität" sei immer da gewesen. Der Verein ist hungrig. "Das war noch nichts", erklärte der neue SSV-Vorstandsvorsitzende und gab ein echtes Turhan-Versprechen ab: "Die zwei Jahre waren der Anfang. Der Hauptfilm beginnt erst."

Autor: Arthur Makiela

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