Danny Baron weiß, wie es sich anfühlt, auf den letzten Metern alles zu verspielen.

Wickede

"Das wird ein geiler Abschluss"

18. Juni 2015, 14:37 Uhr
Foto: Tim Müller

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Danny Baron weiß, wie es sich anfühlt, auf den letzten Metern alles zu verspielen.

Als er 2012 vom Hombrucher SV nach Wickede kam, mischte die Westfalia ganz oben mit, vergeigte den Oberliga-Aufstieg aber auf den letzten Metern. Jetzt ist das Ziel zum Greifen nah. Und Baron optimistischer als damals.

Der 30-Jährige lässt sich in seinem Optimismus auch nicht davon bremsen, dass einige seiner Mannschaftskollegen auf Mallorca sind – auch Trainer Marco Schott. Baron beruft sich auf das, was die Westfalia durch die, wie er sagt, „grandiose Saison“ getragen hat: den Mannschaftsgeist. „Natürlich wird Schotti dafür sorgen, dass die Jungs auf die Bremse treten. Aber ich glaube, dass die Jungs auch im Urlaub mit der richtigen Einstellung an die Sache gehen“, sagt der gebürtige Waltroper. Schließlich sei über den Urlaub mannschaftsintern ausgiebig diskutiert worden.

Vertrauen in die Teamkollegen

Der Verteidiger vertraut seinen Teamkollegen, die es ihm ermöglichen sollen, in der kommenden Saison noch einmal in der Oberliga zu kicken. „Es wäre natürlich toll gewesen, wenn wir direkt aufgestiegen wären“, denkt er nur kurz an das 2:3 im Spitzenspiel beim TSV Marl-Hüls zurück.

So aber kann Wickede in einem richtigen Endspiel zeigen, dass es nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz oberligareif ist. Wie im Kreispokal-Finale gegen den ASC 09 (3:0), als ein riesiges Banner mit der Aufschrift „Wickede International“ vor der Tribüne des heimischen Pappelstadions hing. Für die Tour nach Recklinghausen haben die Unterstützer mobil gemacht. Mehrere Fanbusse werden am Sonntagmorgen ins Vest rollen. „Mit dem Erfolg in der Liga hat sich natürlich auch unsere Fanszene entwickelt. Das wird ein geiler Abschluss“, freut sich Baron auf die angekündigten 400 Schlachtenbummler aus dem Dortmunder Osten.

Und die wollen ganz bestimmt nicht sehen, wie sich die Mannschaft im zweiten Anlauf innerhalb von drei Jahren das Heft noch aus der Hand nehmen lässt.

Und einer ist dabei, der das ebenso wenig will und genau weiß, wie schmerzhaft das sein kann: Danny Baron.

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