Jürgen Klopp erhielt von den Fans nach der Niederlage noch einmal Sprechchöre. Für Sebastian Kehl endete das letzte Spiel der Karriere eher unspektakulär.

BVB

Kehls schmuckloser Abgang

31. Mai 2015, 12:04 Uhr
Foto: firo

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Jürgen Klopp erhielt von den Fans nach der Niederlage noch einmal Sprechchöre. Für Sebastian Kehl endete das letzte Spiel der Karriere eher unspektakulär.

Klopp musste offensiv wechseln. Da der BVB auch nach über einer Stunde noch mit 1:3 in Rückstand lag, nahm der Coach den Sechser Kehl vom Feld und brachte den offensiven [person=1451]Jakub Blaszczykowski[/person]. Kehl lief vom Platz, ein schnelles Abklatschen und ab auf die Bank. Ein paar Fans schafften es gerade noch, sich für Standing Ovations von den Plätzen zu erheben, viele verpassten den Moment komplett.

Seinen Abschied dürfte sich der langjährige Kapitän anders vorgestellt haben. Am Ende war es ein leiser Abgang, zumal der offensive Wechsel nicht mehr half, das Spiel noch zu drehen. Kehl darf sich zum Abschluss seiner 13 Jahre in Dortmund keinen weiteren Titel in die Vita schreiben. Dass seine Zeit an der Strobelallee außergewöhnlich war, steht trotzdem außer Frage. „Man sollte das nicht auf ein Spiel reduzieren“, betonte Neven Subotic und ergänzte: „Sebastian hat eine fabelhafte Karriere hingelegt. Dass man auch mal verliert, das gehört dazu. Auch wenn es schade ist, weil dieser Titel die Krönung gewesen wäre.“

Kehl, der bei seiner letzten Verabschiedung auf der Party nach dem Spiel mit den Tränen kämpfte, sagte nach dem Spiel nichts mehr. Das Reden übernahmen dafür andere. Mats Hummels etwa, sein Nachfolger im Kapitänsamt. Er ist sich sicher, dass Wehmut erst noch kommen wird. „Wahrscheinlich am Anfang der neuen Saison, wenn wir in der Kabine sitzen und Sebastian Kehl und Jürgen Klopp nicht mehr da sind. Sie gehören einfach dazu“, betonte Hummels.

Während Klopp den BVB verlässt, ist es aber wahrscheinlich, dass Kehl dem Verein in einer noch zu bestimmenden Funktion erhalten bleiben wird. Dass er seine Sprechchöre noch bekommen wird, ist also nicht ausgeschlossen.

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