Die Westfalia hat sich einen dicken Fisch geangelt. André Badur wechselt vom Oberliga Nordrhein-Absteiger 1.FC Bocholt nach Herne. Am gestrigen Samstag unterzeichnete der Offensiv-Stratege zusammen mit SCW-

WESTFALIA HERNE: Freyni kommt von RWE, Schulz froh

André Badur hat unterschrieben

25. Juni 2007, 15:17 Uhr

Die Westfalia hat sich einen dicken Fisch geangelt. André Badur wechselt vom Oberliga Nordrhein-Absteiger 1.FC Bocholt nach Herne. Am gestrigen Samstag unterzeichnete der Offensiv-Stratege zusammen mit SCW-"Boss" Ingo Paeske den Vertrag. "Ich hatte zuvor schon ein sehr gutes Gespräch mit Trainer Frank Schulz", berichtet Badur. "Ich freue mich nun ungemein auf die Westfalia."

Und umgekehrt. Denn der Club hat es geschafft, sich im Tauziehen um Badur gegen den SV Schermbeck, KFC Uerdingen, TuRU Düsseldorf und Germania Gladbeck zu behaupten. "Ich habe einen unglaublich guten Eindruck vom Konzept, der Mannschaft, des Umfeldes und der Philosophie", strahlt Badur. Während Uerdingen aufgrund der frühen Trainingszeiten schnell zu den Akten gelegt wurde (RS berichtete), wird besonders Oberliga-Neuling Gladbeck in Erinnerung des Stürmers bleiben. "Das war ein Reinfall", schüttelt Badur den Kopf. "Ich hatte lange mit deren Coach Guido Naumann gesprochen. Er hat mich dann dorthin beordert, um mit mir übers finanzielle zu sprechen. Als ich kam, waren zwei Herren aus dem Vorstand da, wussten aber überhaupt nichts von Verhandlungen, sondern wollten nur mal so mit mir sprechen. Klar, dass ich mich bei solchen Kommunikations-Problemen nicht für die entscheide."

Die hat es in Herne in keinster Weise gegeben. Im Gegenteil: Schulz und Badur funkten von Beginn an auf einer Wellenlänge. "Ich freue mich riesig über seine Zusage, er ist ein fantastischer Kerl", leuchten Schulz' Augen. "André wird bei mir ganz vorne agieren. Er ist in der Oberliga ein gestandener Mann. Ich hoffe, dass er einen unserer abgewanderten Stürmer ersetzen kann."
Davon geht Badur aus. "Unser Ziel ist klar: Minimum NRW-Liga. Über höhere Aufgaben brauchen wir erst einmal nicht sprechen, aber wenn was nach oben geht, nutzen wir die Chance", skizziert Badur genauso vorsichtig wie Schulz die Marschroute. Integrationsprobleme wird Badur nicht haben, denn mit Tobias Urban kickte er bereits in Osterfeld." Einen 'Charly' Neumann kennt man und Mirko Mustroph ist auch bekannt", freut sich Badur auf seine neuen Kollegen.

Zu denen wird dann auch Sebastian Freyni gehören. Der Youngster kommt aus der Bundesliga-A-Jugend von Rot-Weiss Essen ans "Schloss Strünkede". Schulz hält große Stücke auf den 19-Jährigen: "Er spielt hinter den Spitzen, ist ein echter Zehner." Doch Freyni laborierte zuletzt lange an einer Knochenabsplitterung, musste pausieren. "Aber jetzt will er angreifen", wird Schulz ihm die nötige Zeit einräumen: "Wenn er seine Blessuren in den Griff bekommt, ist er ein richtig Guter. Mit Sebastian sind unsere Kaderplanungen abgeschlossen."

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