In der Landesliga Westfalen Staffel 5 hatten die Reviervereine selten etwas zu lachen. Die SpVg Bönen verabschiedete sich mit 23 sieglosen Spielen in Serie rekordverdächtig aus der Liga und die mit großen Ambitionen angetretene Mannschaft aus Unna-Mühlhausen konnte auch erst am drittletzten Spieltag den Klassenerhalt sichern.

LL WESTFALEN 5: Katastrophale Saison für Bönen

Umbruch in Mühlhausen gescheitert

kub
16. Juni 2007, 08:59 Uhr

In der Landesliga Westfalen Staffel 5 hatten die Reviervereine selten etwas zu lachen. Die SpVg Bönen verabschiedete sich mit 23 sieglosen Spielen in Serie rekordverdächtig aus der Liga und die mit großen Ambitionen angetretene Mannschaft aus Unna-Mühlhausen konnte auch erst am drittletzten Spieltag den Klassenerhalt sichern.

SSV Mühlhausen
Das Positive zuerst: Die Mühlhausener haben es geschafft, den Abstieg aus der Landesliga zu vermeiden. Mehr Freudiges kann aus Unna aber beim besten Willen nicht vermeldet werden. Angetreten um in der oberen Tabellenregion mitzuspielen, konnte der SSV diese Erwartungen zu keiner Phase der Saison erfüllen. Zwangsläufig wurde schon zur Hälfte der Saison bekannt, dass Trainer Holger Wortmann den Verein zum Saisonende verlassen wird. Letztlich ging Wortmann sogar schon vier Spieltage vor Schluss. Hauptgrund für die schlechte Saisonbilanz war vor allem die fehlende Durchschlagskraft im Angriff. Das Lob der Gegner war den Mühlhausenern zwar meist gewiss, aber die Punkte ließen sie dennoch liegen. Der Einbau von neun neuen Spielern hat zudem nicht so reibungslos funktioniert wie erhofft, so dass das Team bei einem Rückstand in aller Regeln den Schalter nicht mehr umlegen konnte.
SpVg Bönen
Für die Bilanz der Bönener gibt es nur einen Ausdruck: katastrophal. Die Abschlusstabelle führt die Mannschaft sowohl als schlechteste Offensive als auch als schwächste Defensive. André Kracker hat elf Spieltage vor Schluss zwar das Ruder von Spielertrainer Andreas Tewes bei der SpVg Bönen übernommen, aber rumzudrehen vermochte er es nicht. Aus diesen elf Spielen holte die SpVg null (!) Zähler. Dem Kader fehlte es sowohl an Qualität als auch an Quantität. Oft musste das Training mit einer einstelligen Spielerzahl durchgeführt werden. Zu den Spielen wurde der Kader mit Akteuren aus der zweiten Mannschaft gefüllt. Überdies hatten nur wenige Akteure die Klasse, in der Landesliga mitspielen zu können. Früh begann daher in Bönen der Umbruch auf die neue Saison, so dass zum Ende der Spielzeit oft A-Jugendliche auf ihre Stärke im Seniorenbereich getestet wurden.

Autor: kub

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