Alemannia Scharnhorst

Nach dem Klassenerhalt ist vor dem Neustart

10. Juni 2014, 16:14 Uhr

Lange musste Scharnhorst in dieser Spielzeit um den Klassenerhalt kämpfen. Zukünftig peilt man andere Ziele an. Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem Trainer zu.

Pietro Perrone war zuletzt Co-Trainer beim Oberligisten Westfalia Herne, strebte aber eine Rückkehr nach Dortmund an (RS berichtete). Den Bezirksligisten Alemannia Scharnhorst möchte der Italiener mit seinem langjährigen Weggefährten Roland Wedemann in höhere Gefilde führen. "Ich freue mich sehr, dass Roland und ich hier wieder zusammenarbeiten. Er ist wirklich ein Top-Mann", lobt Perrone.

Perrone lässt seine Kontakte spielen

Die Ziele für die anstehende Spielzeit 2014/15 beeinhalten für Perrone sowohl die "Weiterentwicklung und Förderung" junger Spieler als auch eine tabellarische Verbesserung. "Ein Platz unter den ersten sechs sollte unser Anspruch sein", stellt Perrone klar. Helfen sollen dabei bisher zehn Neuzugänge. Diese sind entweder ehemalige Schützlinge des Linienchefs oder wurden dem 43-Jährigen persönlich empfohlen. Als "klare Nummer 1" kommt von Perrones Ex-Verein Westfalia Herne [person=16877]Melvin McCarthy[/person]. Der 21-Jährige solle durchaus auch die Mannschaft führen, macht Perrone deutlich: "Er hat das Potential, um in der Oberliga zu spielen. Da er jetzt in Bochum studiert, möchte er kürzertreten und der Wechsel zu uns wurde überhaupt erst möglich."

Der Kontakt zu Außenverteidiger [person=16388]Robin Condemi[/person] kam über ebenjenen McCarthy zustande. Condemi, der kürzlich Vater wurde, hatte zuletzt eine "Zwischenstation" beim VfL Kamen eingelegt. "Robin ist erstklassig ausgebildet", freut sich Perrone. [person=8585]Mehmet Civ[/person] könnte ebenfalls als Linksverteidiger auflaufen. Er bringt Westfalenligaerfahrung mit, spielte zuletzt aber beim SF Ay Yildiz Derne. "Er war schon in der Jugend mein Spieler, hat in Herne bis zur A-Jugend gespielt", erklärt Perrone. Komplettiert werden die Neuzugänge für die Viererkette von Fathi Kekec, der vom BV Brambauer-Lünen aus der Westfalenliga kommt. Der 19-Jährige habe sich schon frühzeitig für die Alemannia entschieden, berichtet Perrone stolz.

Zweitligaerfahrener Neuzugang aus Mazedonien

Mit Fabian Gillner (U19 Westfalia Herne) und Stefan Herdieckerhof begrüßt Perrone zwei "Allrounder" in Dortmund. "Fabian ist ein unglaublich robouster Spieler, den ich in der Jugend trainiert habe. Dort hat er schon immer bei den älteren Jahrgängen gespielt", weiß Perrone zu berichten. Gillner ist ebenso als Innenverteidiger oder Sechser eingeplant wie Herdieckerhof, der sich zuletzt beim BSV Schüren "warmhielt". Aufgrund seiner Erfahrung könne Herdieckerhof aber auch als Spielmacher agieren.

Gleich vier Neue hat Scharnhorst für die Abteilung Attacke unter Vertrag genommen - [person=8005]Muharrem Argin[/person] (SF Ay Yildiz Derne), Roman Dworniczak (DJK Eintracht Datteln), [person=16874]Emile Salissou[/person] (zuletzt TuS Eving Lindenhorst) und Ardjan Ballazhi (FK Sharri Dortmund) sollen künftig für Furore sorgen. Die Mischung ist dabei durchaus interessant. Der Mazedonier Ballazhi bringt Zweitligaerfahrung aus seiner Heimat mit, bei ihm schätzt Perrone den "absoluten Torriecher". Der 32-jährige Emile Salissou war zuletzt vereinslos, spielte zuvor unter anderem mit Keeper McCarthy bei Eving-Lindenhorst zusammen. "Er muss jetzt erst fit werden, aber dann wird er uns weiterhelfen", ist Perrone überzeugt. Salissou werde ihm zudem über die Schulter schauen, da er nach seiner Karriere als Trainer in seine Heimat Niger zurückkehren möchte.

Perrone ist "Feuer und Flamme"

Argin sei ein "unglaublich schneller" Spieler, sein künftiger Mitspieler Dworniczak "ein absoluter Qualitätsspieler". Der Stiefsohn des ehemaligen Herner-Trainers Hansi Bruch absolvierte im vergangenen Sommer die Vorbereitung beim Oberligisten. "Er hat mich neulich angerufen und gefragt, was ich davon halten würde, wenn er künftig für Scharnhorst spielen würde", berichtet Perrone, der sofort "Feuer und Flamme" war.

Autor:

Kommentieren