Der Wechsel des englischen Nationalstürmer Michael Owen vom FC Liverpool zum spanischen Spitzenklub Real Madrid ist in trockenen Tüchern. Wie hoch die Ablöse für den 24-Jährigen ist, blieb allerdings unbekannt.

Owen-Transfer nach Madrid perfekt

13. August 2004, 13:55 Uhr

Der Wechsel des englischen Nationalstürmer Michael Owen vom FC Liverpool zum spanischen Spitzenklub Real Madrid ist in trockenen Tüchern. Wie hoch die Ablöse für den 24-Jährigen ist, blieb allerdings unbekannt.

Real Madrid stockt sein Starensemble weiter auf. Mit Englands Torjäger Michael Owen verpflichteten die "Königlichen" einen weiteren prominenten Weltstar. Am Freitag bestätigte der neue Liverpool-Teammanager Rafael Benitez den Transfer, ohne allerdings die Höhe Ablöse bekannt zu geben. Die Königlichen wollen nur zwölf Millionen Euro Ablöse für Owen zahlen, außerdem soll der relativ unbekannte Mittelfeldspieler Antonio Nunez künftig an der Anfield Road beim Klub von Dietmar Hamann spielen.

Wie die englischen und spanischen Gazetten am Freitag übereinstimmend berichteten, soll der EM-Teilnehmer nach dem Länderspiel der englischen Nationalmannschaft am kommenden Mittwoch gegen die Ukraine nach Madrid reisen und anschließend einen Vertrag bis 2008 bei Real unterzeichnen. Dagegen bleibt der ebenfalls von Real umworbene französische Welt- und Europameister Patrick Vieira beim englischen Champion FC Arsenal.

Die Könglichen konzentrierten sich ganz auf die Verpflichtung von Owen, dessen Vertrag bei den "Reds" am 1. Juli 2005 ausgelaufen wäre. Der Angreifer spielte seit Kindesbeinen für den Renommierklub aus der Beatles-Stadt. Eigentlich wollte der ehemalige Europapokalsieger der Landesmeister mindestens 20 Millionen Euro für Owen erzielen.

Die Versuche des Liverpooler Managements, Owen zum Bleiben zu überreden, schlugen fehl. Viele Monate zogen sich die Verhandlungen hin - ohne Ergebnis. Der antrittsschnelle Angreifer, dessen Stern als 18-Jähriger bei der WM 1998 in Frankreich aufgegangen war, wollte sich unter allen Umständen der Herausforderung in der Welt-Auswahl von Real stellen.

Mit dem Owen-Coup bleibt Real, neunmaliger Europapokalsieger der Landesmeister, seiner Linie treu und setzt weiterhin auf Prominenz vor allem in der Offensive. In den letzten Jahren hatten sich die Madrilenen bereits mit Zinedine Zidane (Frankreich), Ronaldo (Brasilien), Luis Figo (Portugal) und David Beckham (England) verstärkt. Außerdem stehen in Roberto Carlos (Brasilien) und Raul (Spanien) weitere Weltstars im Team von Real. Präsident Florentino Perez hatte den Real-Fans nach der enttäuschend verlaufenen vergangenen Saison ohne Titel weitere Verstärkungen versprochen.

Im Team der Königlichen steht in dieser Spielzeit außerdem Rückkehrer Fernando Morientes, der vom Champions-League-Finalisten AS Monaco in die spanische Hauptstadt zurückgekehrt ist. Allerdings droht dem spanischen EM-Teilnehmer erneut bei Real die Ersatzbank, denn das Sturmtrio Owen, Ronaldo und Raul dürfte beim neuen Trainer Jose Antonio Camacho gesetzt sein.

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