Erst seit 28 Jahren gibt es den FC Azadi, bislang pendelte das bunt gemischte Team nur zwischen Kreisliga B und C. In dieser Saison ist scheinbar mehr drin.

FC Azadi Bochum

Studententeam im Aufwind

Timo Holtgrewe
08. Oktober 2013, 15:39 Uhr

Erst seit 28 Jahren gibt es den FC Azadi, bislang pendelte das bunt gemischte Team nur zwischen Kreisliga B und C. In dieser Saison ist scheinbar mehr drin.

Ungeschlagener Spitzenreiter, zuletzt mit dem 11:0 gegen Westenfeld der höchste Sieg der Vereinsgeschichte sowie insgesamt die beste Serie seit der Gründung: Beim FC Azadi Bochum läuft es momentan wie geschmiert. Nach acht Spieltagen in der Kreisliga B2 stehen die Bochumer mit einer Punkteausbeute von 22 Zählern an der Tabellenspitze. Dabei ist das Motto der Jungs, einfach nur Spaß zu haben, was in der aktuellen Saison auch nicht schwer fällt.

"Wenn einer von uns einen Kollegen hat, der was kann, dann bringt der den einfach mal mit."

Der Kader des Kreisligisten setzt sich hauptsächlich aus Stundenten zusammen, der Kern kennt sich schon seit Jahren."Wir sind alles gute Kollegen, die zusammen Fußball spielen", erklärt Ariya Fehrest Avanloo, Spielführer des FC. "Wenn einer von uns mal jemanden im Bekanntenkreis hat, der was kann, dann wird derjenige einfach mal zum Training mitgebracht", sagt Avanloo. Auch was die Herkunft der Spieler des FC Azadi betrifft, findet man beim Training der Bochumer gut zehn verschiedene Nationalitäten, darunter Brasilianer, Thailänder, Iraner und viele mehr. "Im letzten Spiel der vergangenen Saison standen wir sogar mit elf Mann auf dem Platz, die alle unterschiedlicher Herkunft sind", erzählt der Spielführer.

"Vorher war unser Trainer im Kasten"

In der aktuellen Saison fährt der FC Azadi einen Sieg nach dem anderen ein, dabei sind Ergebnisse wie ein 6:3 oder ein 8:3 keine Seltenheit. "Wir haben erst seit drei Spielen einen richtigen Torwart, davor war unser Trainer im Kasten", begründet Avanloo die Torbilanz. Zuletzt stand dann auch zweimal die Null, beim 4:0 gegen Altenbochum und beim 11:0-Rekordsieg gegen SF Westenfeld. "Das ist zur Zeit eine schöne Momentaufnahme", freut sich Avanloo, der Aufstieg ist aber nicht das erklärte Ziel. "Klar würden wir uns freuen, wenn am Ende der Aufstieg dasteht, aber erstmal steht bei uns der Spaß am Fußball im Vordergrund." Und das zu Recht, schließlich hat die Marschroute bislang auch einwandfrei gefruchtet.

Autor: Timo Holtgrewe

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