Nun ist es amtlich. Den alten Vorstand des SC Westfalia Herne gibt es nicht mehr, der Club kann neue Wege beschreiten. Auf der Jahres-Hauptversammlung wurde wie erwartet Dr. Ingo Paeske vom Sponsor

WESTF. HERNE: Klares Ergebnis, Paeske neuer "Boss"

"Bin nicht bezaubernde Jeannie"

Thorsten Richter
14. April 2007, 19:50 Uhr

Nun ist es amtlich. Den alten Vorstand des SC Westfalia Herne gibt es nicht mehr, der Club kann neue Wege beschreiten. Auf der Jahres-Hauptversammlung wurde wie erwartet Dr. Ingo Paeske vom Sponsor "Haranni Clinic" zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Zudem bestimmten die 111 anwesenden Mitglieder den Architekt Wolfgang Müller zu Paeskes Stellvertreter, dritter im Bunde ist Stefan Tysbierek von der Sparda-Bank. Die Stimmen zeigen eindeutig, dass der Wechsel nötig war. "Es gab nur zwei Enthaltungen, eine davon war meine", lächelt Paeske, der sich der Unterstützung damit sicher sein kann.

Somit beginnt beim SCW eine neue Ära. Und die skizziert Paeske: "Wolfgang Müller soll sich zusammen mit unserem neuen Technischer Leiter Willy Groschel um das Stadion kümmern. Stefan wird hauptsächlich die Betreuung der Sponsoren übernehmen."

Denn die Verantwortlichen verfolgen ein klares Ziel: "Ich bin ja nicht die bezaubernde Jeannie, aber in fünf Jahren wollen wir uns in der Regionalliga so positioniert haben, dass wir den Sprung in die dritte Klasse schaffen werden", berichtet Paeske. "Doch dafür müssen wir erst einmal in Vorleistung gehen und die Attraktivität des Vereins in Herne erhöhen." Wie das gelingen soll, verrät der Zahnarzt auch: "Das geht zum einen über den gastronomischen Bereich innerhalb des Stadions. Die Leute sollen nicht nur das Spiel schauen, sondern sich bei uns treffen. Zudem werden wir zahlreiche Aktionen auf die Beine stellen, bei denen Bernd Faust der kreative Kopf ist."

Dass die Vorstellungen auch in die Tat umgesetzt werden, davon geht Paeske aus: "Wir haben hohe, aber auch realistisch Ziele gesteckt. Wenn wir in die neue Regionalliga wollen, muss der Verein auf breitere Beine gestellte werden. Das gilt für die Mitglieder und auch für die Sponsoren. Daran müssen wir schnellstens und intensiv arbeiten." Denn Paeske, der noch am heutigen Sonntag das Gespräch mit Trainer Frank Schulz und den Akteuren suchen wird, weiß: "Von der Tradition alleine kann man nicht leben. Deshalb müssen wir jetzt anpacken."

Autor: Thorsten Richter

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