Bis zur Halbzeit sprach in der Partie zwischen Fatih Spor Essen und dem FC Karnap wenig dafür, dass sie irgendjemandem noch lange in Erinnerung bleiben sollte. Was sich nach dem Wechsel abspielte, dürfte den Hausherren dagegen als eine der vermeintlich

Fatih Spor Essen: Sechs Gegentore in 15 Minuten

"Die Tore fielen wie reife Früchte"

ak
10. April 2007, 21:00 Uhr

Bis zur Halbzeit sprach in der Partie zwischen Fatih Spor Essen und dem FC Karnap wenig dafür, dass sie irgendjemandem noch lange in Erinnerung bleiben sollte. Was sich nach dem Wechsel abspielte, dürfte den Hausherren dagegen als eine der vermeintlich "schwärzesten Viertelstunden" im Gedächtnis bleiben: Sechs Mal schlug es im Gehäuse der Gastgeber ein - innerhalb von gerade einmal 15 Minuten. RevierSport online fragte beide Trainer: [i]Was war da los?[/i]

Murat Sen (Trainer Fatih Spor Essen):

Man muss zu dem Ergebnis sagen, dass wir große Verletzungssorgen haben, fast mit neun Mann aufgelaufen wären. Das soll keine Ausrede sein, aber einer unserer besten Verteidiger musste angeschlagen ins Spiel gehen, konnte teilweise gar nicht mehr richtig sprinten. Bis zur Pause sah es eigentlich auch gar nicht danach aus. Wir haben erst 1:0 geführt und kurz vor der Pause das 1:1 bekommen. Dann fiel in der zweiten Halbzeit das 2:1, wir mussten aufmachen und Frintrop erzielte einen Treffer nach dem anderen.

Peter Eichert (Trainer FC Karnap):

Nach der ersten Halbzeit hätte wohl keiner damit gerechnet. Fatih Spor hat Druck gemacht und wir sind erst in der zweiten Hälfte relativ glücklich durch einen 16-Meter-Schuss in Führung gegangen. Im Gegenzug hatte Fatih Spor auch direkt die Gelegenheit zum Ausgleich, hat sie aber nicht genutzt und dann fielen die Tore plötzlich wie reife Früchte. Nach dem 6:1 plätscherte das Spiel dann aber wieder etwas dahin, bis kurz vor Ende noch die Tore zum 8:2-Endergebnis fielen. Es hätte sich, an den Torchancen gemessen, auch keiner beschweren dürfen, wenn es 15:6 ausgegangen wäre. Beide Abwehrreihen haben nicht den besten Tag erwischt. Aber es zeichnet unsere Saison ein bisschen aus, dass die Mannschaft unberechenbar ist. Ich weiß nie, wie gut die drauf sind. An einem guten Tag können wir jeden in der Liga schlagen, aber an einem schlechten Tag ist es nie so, dass ein einzelner Spieler schlecht spielt, sondern immer gleich die ganze Mannschaft. Wenn ich wüsste, woran das liegt, hätte ich da schon längst den Hebel angesetzt, aber so bekommen wenigstens unsere Zuschauer immer etwas geboten.

Autor: ak

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