Seit knapp drei Wochen versucht Thomas Martin seine neue Mannschaft, den LFC Laer, wieder auf Kurs zu bringen, respektive den Abstieg zu verhindern. Doch in den drei Spielen unter seiner Leitung kassierte sein Team beängstigende 17 Gegentreffer und blieb dabei ohne einen einzigen Zähler. Nach der deutlichen 1:8-Klatsche gegen die Sportfreunde aus Nette wollte RevierSport von den beteiligten Trainern wissen: Was war denn da los?

Bezirksliga 15: 17 Gegentore in drei Spielen. LFC Laers-Defensive offen wie ein Scheunentor

"In der Mannschaft steckt kein Leben"

hei
26. März 2007, 19:53 Uhr

Seit knapp drei Wochen versucht Thomas Martin seine neue Mannschaft, den LFC Laer, wieder auf Kurs zu bringen, respektive den Abstieg zu verhindern. Doch in den drei Spielen unter seiner Leitung kassierte sein Team beängstigende 17 Gegentreffer und blieb dabei ohne einen einzigen Zähler. Nach der deutlichen 1:8-Klatsche gegen die Sportfreunde aus Nette wollte RevierSport von den beteiligten Trainern wissen: Was war denn da los?

Thomas Martin (LFC Laer)
Ja, das frage ich mich auch. Eigentlich war gar nichts los. Vor allem in der 2. Halbzeit glich das einem Offenbarungseid. Normalerweise muss man sich nach so einer Begegnung von vier bis fünf Spielern trennen, auch mitten in der Saison, obwohl wir einen so kleinen Kader haben. Auch wenn man den Abstieg nicht mehr verhindern kann, so darf man sich einfach nicht präsentieren. Das war unterste Schublade.

Es gab fast überhaupt keine Gegenwehr, kein Zweikampf wurde angenommen und bei fünf Mann hatte ich so das Gefühl, die haben keinen Bock mehr. Da trenne ich mich lieber von einigen und spiele mit Leuten aus der K1 oder den Alten Herren. Die sind wenigstens mit Herz bei der Sache und die Alten können vielleicht die Jungen noch mitziehen. Man kann aber auch nicht alle über einen Kamm scheren. Doch wenn die Hälfte der Mannschaft auf Arbeitsverweigerung macht, können die wenigen Willigen auch nichts ausrichten.

Und dann muss man sich noch Sprüche von den Zuschauern anhören wie ‚Da muss der Trainer doch eingreifen’, aber was soll ich da machen? Die Mannschaft befindet sich nun einmal in einem desolaten Zustand. Gut, man muss die Zuschauer verstehen. Die fahren hier nach Nette, um das Spiel zu sehen und bekommen dann so etwas geboten.

Ich kenne ja auch die Mannschaft von Nette. Die waren am Sonntag nicht mal besonders gut. Wenn die einen guten Tag erwischt hätten, hätten sie uns völlig zerlegt. Ich mache mir da auch gar nichts vor. Da ist nichts mehr zu retten und morgen wird sich die Mannschaft deutliche Worte anhören müssen – von mir und vom Vorstand.

Bernd Krämer (DJK Nette):
Ja was war los? - Also erst einmal war der LFC Laer erschreckend schwach, das muss man so deutlich sagen. Das war ja im Hinspiel auch schon so und ich denke daher, die können uns einfach nicht, so etwas gibt es ja bekanntlich. Allerdings haben wir auch eine gute Partie gespielt. Ich habe wieder mit einem sechser Mittelfeld agieren lassen und so haben wir kompakt gestanden und nichts zu gelassen.

Hätten wir nicht so viele Probleme mit dem starken Wind gehabt, wäre das Ding noch höher ausgefallen. Laer ist besonders läuferisch eine Enttäuschung gewesen. Jedes Mal wenn sie in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren hatten, sind sie nicht mehr zurückgekommen und wir konnten uns ganz sauber durchspielen.

Natürlich hatten wir ein bisschen Glück, dass wir nach dem 1:3 Anschluss sofort den vierten Treffer nachlegen konnten, aber ich habe dennoch das Gefühl, in der Mannschaft vom LFC steckt einfach kein Leben mehr.

Autor: hei

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