Der Hertener Aufwärtstrend der vergangenen Wochen ist gegen das Tabellen-Schlusslicht aus Wattenscheid jäh gestoppt worden. Die Elf von Coach Werner Kasper ging mit 1:2 baden und die Emotionen kochten über. Erst wurde Kaspers Kopf gefordert, dann stand plötzlich ein Rücktritt von

HERTEN: Hartnäckige Rücktrittsgerüchte um Rungweber

Bendig stärkt Coach Kasper den Rücken

tr
23. März 2007, 10:17 Uhr

Der Hertener Aufwärtstrend der vergangenen Wochen ist gegen das Tabellen-Schlusslicht aus Wattenscheid jäh gestoppt worden. Die Elf von Coach Werner Kasper ging mit 1:2 baden und die Emotionen kochten über. Erst wurde Kaspers Kopf gefordert, dann stand plötzlich ein Rücktritt von "Boss" Thomas Rungweber im Raum. "Doch das stimmt alles nicht", winkt Siegfried Bendig ab.

Das SG-Vorstandsmitglied erklärt: "Wir haben vernünftig über alles gesprochen, die Sache ist wieder in bester Ordnung. Es gibt keinen Gedanken, Werner zu entlassen. Denn das würde über meine Person gehen und das lasse ich nicht zu."

Klare Worte und Rückendeckung für Kasper. Aber was ist mit Rungweber? Der erste Vorsitzende steht mächtig in der Schusslinie, besonders nach seinen Aussagen gegen den Coach. Bendig: "Rungweber hat sich von den Zuschauern zu Aussagen hinreißen lassen, die nicht korrekt waren. Es gab persönliche Unstimmigkeiten zwischen Rungweber und Kasper. Wenn man nicht klar kommt, ist es deren Problem. Wir müssen den Verein sehen und können deshalb keine Streitereien zulassen." Doch die Rücktritts-Gerüchte halten sich hartnäckig. "Es wird über keinen der beiden eine Vorstandsentscheidung geben. Wenn einer selbst den Hut nimmt, dann müssen wir darüber diskutieren", glaubt Bendig nicht, dass Rungweber von Bord gehen wird. "Wir wollen endlich Ruhe haben und brauchen jetzt keine weiteren Kriegsschauplätze."

Die Ruhe ist im Abstiegskampf auch bitter nötig, denn die Kasper-Elf steht am Sonntag in Kornharpen mächtig unter Zugzwang. "Wir haben schon vor einem Dreivierteljahr gesagt, dass es bei uns ausschließlich um den Klassenerhalt gehen wird", ist Bendig relaxt: "Natürlich war die Pleite gegen die SGW vollkommen unnötig, aber das war ein Ausrutscher." Bendigs Gedanken: "Es gibt einige Teams, die wesentlich schlechter sind als wir, deshalb werden wir drin bleiben."

Aufgrund der momentanen Unsicherheit bezüglich der Liga-Zugehörigkeit ruhen auch die Vertragsgespräche mit Kasper, der Mannschaft sowie potenziellen Neuzugängen. "Die werden wir im April aufnehmen, wenn wir wissen, wohin der Weg führt", ist Bendig auch in diesem Punkt noch ganz entspannt.

Autor: tr

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