Die Bezirksliga 14 blieb im bisherigen Saisonverlauf relativ arm an Überraschungen. Eine rühmliche Ausnahme stellt die TSG Fußball Herdecke dar. Der Aufsteiger liegt nach 23 Spieltagen auf Platz fünf. Ein Zwischenergebnis, dass den Herdeckern vor der Saison nicht viele zugetraut hätten. In dieser Woche gab es jedoch eine kleine Hiobsbotschaft für die TSG-Fußballabteilung: Erfolgstrainer Frank Henes kehrt seinem Heimatverein am Ende dieser Spielzeit den Rücken und wechselt zum Landesligisten Hasper SV.

Herdecke: Aufsteiger TSG Herdecke überrascht alle - aber am Saisonende geht Erfolgstrainer Henes

Mit geringen Mitteln oben dabei

Felix Guth
16. März 2007, 09:32 Uhr

Die Bezirksliga 14 blieb im bisherigen Saisonverlauf relativ arm an Überraschungen. Eine rühmliche Ausnahme stellt die TSG Fußball Herdecke dar. Der Aufsteiger liegt nach 23 Spieltagen auf Platz fünf. Ein Zwischenergebnis, dass den Herdeckern vor der Saison nicht viele zugetraut hätten. In dieser Woche gab es jedoch eine kleine Hiobsbotschaft für die TSG-Fußballabteilung: Erfolgstrainer Frank Henes kehrt seinem Heimatverein am Ende dieser Spielzeit den Rücken und wechselt zum Landesligisten Hasper SV.

"Es war für mich die Chance zu einer persönlichen Weiterentwicklung", sagt der 40-jährige, der im fünften Jahr Trainer bei der TSG ist. Der bisherige Coach in Haspe, Rüdiger Meyer, empfahl seinem Noch-Vorstand die Dienste von Henes. "Diese Möglichkeit musste ich einfach nutzen", sagt Henes. Er besitzt großen Ehrgeiz für eine Trainerkarriere: Im Verlaufe seiner bisherigen Laufbahn bildete er sich stetig fort. Kürzlich erwarb er sogar die A-Lizenz.

In Herdecke hinterlässt er ein bestelltes Feld. "Der Kader für die neue Saison steht schon, mein Nachfolger kann hier sicher [imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/577-581_preview.jpeg Die Mannschaft der TSG Herdecke sorgt in der Bezirksliga 14 für Aufsehen. TSG-Foto[/imgbox]planen." Wer allerdings Henes Job beim Bezirksligisten übernehmen wird, ist noch offen. "Aber eigentlich ändert sich nur das Gesicht des Trainers", sagt der scheidende Coach.

Die TSG erarbeitete sich den bisherigen Erfolg mit ungewöhnlichen Mitteln. "Wir spielen hier fast ohne Geld - und das schon seit Jahren", verdeutlicht Frank Henes. Die Aufstiegsmannschaft wurde vor der Saison kaum verstärkt. "Es geht hier sehr viel über das Vereinsleben und Kameradschaft." Der Kader kommt ohne "Stars" aus und glänzt eher durch seine ausgeglichene Besetzung. Nicht ohne Stolz blickt Henes deshalb auf den Erfolg im ersten Bezirksliga-Jahr seit langem. "Es ist schön zu sehen, dass man auch mit geringen Mitteln oben dabei sein kann."

Die Schattenseiten des zurückhaltenden Finanzgebarens zeigen sich jedoch im Umfeld. Der Verein spielt weiterhin auf einer Aschenplatz-Anlage, die Kabinen könnten dringend eine Sanierung gebrauchen. Frank Henes wagt den Blick auf die Gesamtsituation im kleinen Herdecke, zwischen Hagen und Witten gelegen. "Hier müsste dringend etwas gemacht werden."

Bis zum letzten Spieltag gibt der Trainer nun noch einmal Vollgas für seinen Heimatverein. Dann brechen für Henes und für die TSG-Fußballabteilung neue Zeiten an.

Autor: Felix Guth

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