Dass der Bremer Innensenat so seine ganz eigenen Ansichten zu Polizeieinsätzen und Gefahren bei Fußballspielen hat, ist bekannt. Nach dem Spiel des FC Schalke 04 bei Werder Bremen (2:1) zog die Bremer Polizei nun ein Fazit.

SVW - S04

21 Festnahmen, ein Schwerverletzter: Werder-Ultras verprügeln Vater und Sohn

Stefan Bunse
24. November 2019, 11:06 Uhr

Foto: firo

Dass der Bremer Innensenat so seine ganz eigenen Ansichten zu Polizeieinsätzen und Gefahren bei Fußballspielen hat, ist bekannt. Nach dem Spiel des FC Schalke 04 bei Werder Bremen (2:1) zog die Bremer Polizei nun ein Fazit.

Vor dem Spiel hatte die Polizei noch vor den gewaltbereiten S04-Anhängern gewarnt. Wegen des Gewaltpotenzials – erwartet wurden 340 Personen der Kategorie B (gewaltbereit) und 55 Personen der Kategorie C (gewaltsuchend) - hat der Senator für Inneres Ulrich Mäurer per Erlass eine Allgemeinverfügung gegen einen Fanmarsch angeordnet.


Darin wurde den anreisenden Schalker Anhängern untersagt, zu Fuß durch die Innenstadt zum Stadion zu gehen. "Daher ist mit an Sicherheit grenzendender Wahrscheinlichkeit mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den feindschaftlichen Fangruppierungen zu rechnen", erklärte Mäurer vor dem Spiel.

Deshalb setzte die Polizei setzte für die bahnreisenden Anhänger aus Gelsenkirchen einen Busshuttle vom Hauptbahnhof zum Stadion und zurück ein. „Insgesamt wurden etwa 1000 Personen chauffiert“, erklärte die Polizei. Diese hatte sich für den Einsatz Unterstützung von der Polizei aus Schleswig-Holstein geholt. „Die Einsatzkräfte blicken auf einen arbeitsreichen Nachmittag zurück“, so die Polizei.

Nach dem Spiel kam es dann noch zu einer Schlägerei – aber von Werder-Anhängern angezettelt. In der Stader Straße griff am Samstagabend nach Angaben der Polizei „eine Bremer Gruppe Gästeanhänger in der Östlichen Vorstadt an und verletzte dabei zwei 20 und 47 Jahre alte Männer.“ Die Polizei Bremen nahm 21 Verdächtige vorläufig fest.

Zum Tathergang veröffentlichte die Polizei Folgendes. „Der 47-Jährige ging nach dem Spiel in Begleitung seines 20-jährigen Sohnes und etwa acht weiteren Zuschauern aus Nordrhein-Westfalen durch die Stader Straße. Von einer Gaststätte stürmten 20 bis 30 größtenteils vermummte Personen auf die Gruppe zu und griffen zunächst den Sohn an. Der Vater ging dazwischen und wurde daraufhin selbst geschlagen und am Boden liegend getreten. Laut Zeugenaussagen sollen diverse Angreifer mit Quarzhandschuhen und Mundschutz ausgestattet gewesen sein, einige trugen Werder-Schals vor dem Gesicht. Während sich der 20 Jahre alte Mann leichte Verletzungen zuzog, musste der 47-Jährige mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.“ 


Bei der Durchsuchung der Gaststätte wurden Mundschutz und Sturmhauben sichergestellt. Es wird wegen gefährlicher Körperverletzung und einem besonders schweren Fall des Landfriedensbruchs ermittelt.

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25.11.2019 - 10:13 - Eifler

Vielleicht sollten mal einige Träumer einen Blick ins Steeler "300" werfen und sich die dort an den Wänden hängenden Devotionalien etwas genauer anschauen. Dann dürften auch die Gründe des sich sukzessive verschlechternden Verhältnisses zwischen Bremer und Schalker Fans sehr schnell deutlich werden.

Wer auf dem Auge allerdings blind ist, oder sogar bewusst blind sein will, darf natürlich gerne weiter von einer "normalen Prügelei" fabulieren. Kleiner Tipp: Es ist das rechte Auge!

25.11.2019 - 01:24 - Alles für Schalke

Ich muss auch mal konstatieren, dass die meisten Kommentare, auch von RWE Fans, wohltuend empathisch sind. Das gefällt mir und macht RWE auch bei mir ein Stückweit sympathischer.

Im Grunde ist RWE Schalke 2. Nein, Schalke 2 gibt es ja in derselben Liga. Schalke 3. Skandalumnwittert, Fritz Szepan hat sie zum Meister gemacht und die meisten Essener sind Mitglied beim FC Schalke. ;-)

Glückauf!

24.11.2019 - 21:34 - S04forever

Vernünftige Kimmentare, auch vom RWE, dafür Daumen hoch.
Gute Besserung an den Vater.

24.11.2019 - 18:43 - RWE_seit_1965

Da gehen Bremer gegen ein paar Blassblaue vor mit total roher Gewalt.

Keinen Verein hassen wir so wie den S04. Wie man gestern gesehen hat wurden die wenigen Blassblauen nicht angegriffen.

Es ist feige, wie in Bremen passiert mit einer vermummten Meute gegen keine gewaltbereiten Fans so brutal vorzugehen.

24.11.2019 - 18:09 - RWE-ole

@Stan56: Stimmt, Schmähplakate gibt es erst seit es Ultras gibt, ganz klar........

24.11.2019 - 18:08 - RWE-ole

@RWEimRheingau:
Genau so ist es. Und diese Klientel hat es schon immer in den Stadien gegeben, auch schon weit vor dem Aufkommen der heutigen Ultra-Gruppierungen.
Aber in den Medien macht es sich halt gut, generell erstmal immer gegen die Ultras generell zu schreiben, denn dann haben Leute wie Stan56 schon den Geifer im Mund.....

24.11.2019 - 17:25 - RWEimRheingau

Stan, sicherlich ist das nicht falsch was Du sagst, aber macht man es sich damit nicht zu einfach? Es gibt in den Stadien eine Klientel, denen ist der Verein, ist das Spielergebniss vollkommen egal, die suchen förmlich die Gewalt.

24.11.2019 - 17:02 - Stan56

Diesen "Ruf" und/oder Vorurteile haben sich ein Großteil der Ultras (egal welcher Couleur) ja wohl "redlich erarbeitet" - oder woher kommt der ganze Pyro-Mist, Schmäh-Plakate (persönlich und unter der Gürtellinie), etc....?

24.11.2019 - 15:54 - RWE-ole

@Stan56:
Wo habe ich das denn bitte geschrieben ?
Ich wehre mich nur dagegen, dass jede Ultra-Gruppierung eines Vereins von den Medien automatisch pauschal mit Hooligans gleichgesetzt wird.

Ach ja, da ich im Gegensatz zu Ihnen ein zivilisierter Mensch bin, unterlasse ich jegliche Gegenbeleidigung Ihnen gegenüber

24.11.2019 - 15:40 - Stan56

Was Her Bunse damit sagen will, dürfte wohl Jedem, der etwas nachdenkt und überlegt, eigentlich klar sein: Der Bremer Innensenator hatte bei seiner "Prävention" wohl die falschen Klientel im Auge...

Und da stellt sich dann die nächste Frage (bzgl. der Kosten-Beteiligung bei "Hochrisiko-Spielen"): Warum eigentlich gibt es in Bremen so viele "Hochrisiko-Spiele"? Liegt das wirklich an den Gast-vereinen, oder doch eher am Bremer Publikum selbst? Und warum muss sich dann die DFL an den Kosten beteiligen - und nicht der SV Werder? ...Fragen über Fragen!

24.11.2019 - 15:06 - Ruhrperle

Was Herr Bunse mit seinem ersten Satz sagen will, weiß er wohl nur alleine ! Sinnvoll ist der Satz jedenfalls nicht !
Ein bestimmtes Klientel ( Ältere, Familien, Kinder, Frauen usw.) sollte sich grundsätzlich überlegen, auf den Fußballplatz zu gehen !
Egal ob Bundesliga oder Amateure - es vergeht doch kaum ein Wochenende ohne Horrornachricht !
Raketenwerfer, Pyromanen, Böllerexperten,Schläger - alles anzutreffen
Jedes Wochenende zwischen Flensburg und Passau !

24.11.2019 - 13:14 - Stan56

Dieser Kommentar wurde entfernt.

24.11.2019 - 13:13 - RWEimRheingau

Auch wenn wir Essener hier eindeutig kundtun was wir von dem Verein in GE halten, muss man akzeptieren, dass es Menschen gibt die Fan dieses Vereins sind und die für ihren Club das Gleiche empfinden wie wir für RWE. Ihn deshalb anzugreifen, für mich nicht nachvollziehbar! Ob die Täter Ultras sind oder sonstige Bezeichnungen tragen ist vollkommen egal! RS macht es sich natürlich einfach und pauschaliert, es ist nicht korrekt alle Ultras als Gewalttäter abzustempeln!

24.11.2019 - 12:37 - Kraftwerk

Gute Besserung für die Verletzten. Hoffentlich werden die vermummten Schweine gefasst

24.11.2019 - 11:20 - Hüller

Sehr richtig, Rheingau.

24.11.2019 - 11:17 - Kuk

Offenbar ist der Shuttle-Service nötig, um Gästefans vor Bremern zu beschützen.

24.11.2019 - 11:17 - RWE-ole

Liebe RS-Mitarbeiter, woher wisst ihr denn, dass das Mitglieder der Bremer Ultras waren ? Generalverdacht oder wart ihr dabei und habt die Angreifer erkannt ?

24.11.2019 - 11:15 - RWEimRheingau

Dieses Pack, da hilft nur eines, Gummiknüppel raus und drauf hauen. Danach lange wegsperren! Das gilt unabhängig von Verein und Farben!