Gelsenkirchen: Blitzeinschlag beim SuS Beckhausen - Fünf Schwerverletzte

Ein Opfer schwebt noch immer in Lebensgefahr

Moritz Rieckhoff und Florian Ziegler
28. August 2006, 16:12 Uhr

Einen Tag nach dem verheerenden Blitzeinschlag beim Kreisliga C-Spiel zwischen dem SuS Beckhausen II und der DJK Greifenwald 3 (wir berichteten) sitzt der Schock über das Geschehene bei Beteiligten und Zeugen noch immer tief.

Fünf Schwerverletzte forderte der plötzlich vom Himmel niedergegangene Blitz, der an der Sportanlage an der Braukämperstraße einen Flutlichtmasten und daraufhin fünf Zuschauer traf, die sich vor dem Regen unter einen Baum geflüchtet hatten. Eines der Opfer wurde in eine Spezialklinik in Köln geflogen und schwebt noch immer in Lebensgefahr.Besonders tragisch: Bei einem mit schwersten Verbrennungen eingelieferten Opfer handelt es sich, wie revierkick.de exklusiv erfuhr, um den Vater eines der Spieler der gastgebenden Mannschaft. Auch die Mutter des Spielers ist unter den Verletzten. Desweiteren sind zwei B-Jugendliche der Mannschaft von Trainer Detlef Gorka betroffen sowie der Trainer des Gästeteams.[infobox-right]Der Kugelblitz Kugelblitz nennt man schwebende Lichtkugeln, die plötzlich und auch in geschlossenen Räumen auftreten. Es gibt neben Augenzeugenberichten nur wenige fotografische Belege. Bis heute haben die Naturwissenschaften keine allgemein akzeptierte oder nachgewiesene Erklärung für dieses Phänomen liefern können. Kugelblitze werden oft mit Gewittern und „echten“ Blitzen in Verbindung gebracht. Am schlüssigsten ist daher die Vermutung, dass es sich um Plasmen handelt, die durch interferierende Mikrowellen gebildet werden. Eine von vielen Theorien geht davon aus, dass Kugelblitze keine elektrische Natur haben, jedoch durch Blitzeinschläge ins Erdreich entstehen.[/infobox]

Das Unglück ereignete sich am gestrigen Sonntag in der zweiten Hälfte des Spiels, als es plötzlich zu schweren Regenfällen gekommen war. „Der Blitz schlug in einen Flutlichtmast ein und bildete anschließend einen Kugelblitz um den Baum", sagte ein Polizeisprecher.Vier Notärzte behandelten die Schwerverletzten, die zwischen 15 und 51 Jahren jung sind, noch vor Ort. Sie wurden anschließend in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert. Bis die Rettungskräfte eingetroffen waren, hatten einige Spieler der Teams Erste Hilfe geleistet. Zwei Opfer mussten reanimiert werden. Eine weitere Frau erlitt zudem einen Schock.

Das Spiel der 2. Mannschaft wurde abgebrochen, die anschließende Partie des Kreisliga A-Teams erst gar nicht angepfiffen.

Auf Seite 2: Revierkick.de sprach mit Augenzeugen und Beteiligten des schrecklichen Ereignisses.

Autor: Moritz Rieckhoff und Florian Ziegler

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