Der 4:1-Erfolg gegen den DSV 1900 hört sich klar an, aber wirklich überzeugt haben die Oberhausener nicht.

STERKRADE: Vorstand zurückgetreten, Finanzen solide

29. Oktober 2006, 11:29 Uhr

Der 4:1-Erfolg gegen den DSV 1900 hört sich klar an, aber wirklich überzeugt haben die Oberhausener nicht.

Der 4:1-Erfolg gegen den DSV 1900 hört sich klar an, aber wirklich überzeugt haben die Oberhausener nicht. „Wir haben nur in den ersten 30 Minuten gut agiert und uns dann eine Schwächphase gegönnt. Zum Ende der Partie sind wir dann zur Normalform zurückgekehrt und haben letztendlich verdient gewonnen“, blickt Dirk Wißel noch mal zurück und fügt an: „Wir treffen nicht immer auf Gegner, die mal einen schlechten Tag haben. Deshalb müssen wir diese schlechten Phasen schleunigst abstellen.“

Jetzt gilt es, den Fokus wieder auf den heutigen Gegner zu richten und die Konzentration hochzufahren. Aber das ist seit Mitte der Woche nicht ganz so einfach. „Auf der Jahreshauptversammlung ist der komplette Vorstand zurückgetreten. Wir haben keinen ersten Vorsitzenden, Geschäftsführer und Fußballobmann mehr. Da ist sicherlich im Moment auch einiges an Unruhe im Verein“, berichtet der 06/07-Trainer. Da wird das Fußballspielen auch nicht leichter, zumal viele sofort auch an eine finanzielle Misere denken. „Der Finanzbericht aus den Jahren 2004 und 2005 ist absolut solide. Geld für die erste Mannschaft ist da“, erstickt Wißel jede Diskussion gleich im Keim. Er geht ins Finanz-Detail: „Man muss aber auch sehen, dass die Truppe sehr billig ist. Die Ausschüttung ist leistungsorientiert. Keiner der Spieler bekommt ein Fixum, Auflaufprämien gibt es auch nur dann, wenn wir etwas holen. Also, für Geld spielt keiner bei Sterkrade – bis auf zwei, drei Ausnahmen. Ganz im Gegenteil. Die Jungs hängen am Verein. Daher wird auch heute die Einstellung stimmen.“

Im Heimspiel gegen Galatasaray gilt es die gute Leistung der letzten Wochen zu bestätigen. „Wir wissen was wir können. Deshalb machen wir uns auch keine so großen Gedanken. Zudem habe ich die Mülheimer in einem Match gegen TuB Bocholt gesehen und da haben sie mich nicht wirklich überzeugt. Deshalb sind drei Zähler absolut drin“, ballt Wißel die Sieges-Faust. Und auch bitter nötig, um die Liga spannend zu halten.

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