Vor dem Duell Cronenberg gegen Hilden gibt es etliche Nebenkriegsschauplätze, die das Sportliche ins Hintertreffen geraten lassen.

C'BERG/HILDEN: Duell der unerwarteten Kellerkinder

15. Dezember 2006, 11:32 Uhr

Vor dem Duell Cronenberg gegen Hilden gibt es etliche Nebenkriegsschauplätze, die das Sportliche ins Hintertreffen geraten lassen.

Vor dem Duell Cronenberg gegen Hilden gibt es etliche Nebenkriegsschauplätze, die das Sportliche ins Hintertreffen geraten lassen. Auf der einen Seite steht der CSC, dessen Trainer Bert Holthausen sich von seiner Mannschaft "im Stich gelassen fühlt" (RS berichtete). Auf der anderen ist der VfB, dessen Finanzprobleme eine ungewisse Zukunft bescheren. Es folgten Gehaltskürzungen, die ersten Abgänge stehen mit Markus Prentzel und Nino Pahland (beide zurück nach Cronenberg) bereits fest.

Die Ursachen für die zuletzt desolaten Auftritte seiner Kicker hat Holthausen schon ausgemacht: "Wir haben keine Führungsspieler. In der Mannschaft herrscht keine Hierarchie." Der Aderlass nach der zuletzt guten Saison hat seine Spuren hinterlassen. Damit die Hinrunde nun doch noch ein versöhnliches Ende nimmt, soll der Dreier am Samstag gegen Hilden mit allen Mitteln eingefahren werden. Holthausen setzt dabei auf die gleiche Elf, die jüngst in Baumberg kläglich versagte: "Es heißt Knack oder Back", ballt der Coach die Faust, und hofft, dieses Mal von seiner Truppe unterstützt zu werden, damit ihm die Entscheidung, ob er aufhört oder nicht, abgenommen wird.

Beim VfB sieht es derweil auch nicht viel rosiger aus. Hilden befindet sich mitten im Abstiegskampf und benötigt unbedingt die drei Punkte aus Cronenberg. Thomas Barsch, sportlicher Leiter des VfB, ist vor dem Duell nicht bange: "Cronenberg ist zurzeit auch nur Mittelmaß." In der Offensive wird sich Coach Peter Waldinger aber was einfallen lassen müssen. Udo Wimmershoff und Daniel Rehag werden wegen ihrer Rotsperren nicht zur Verfügung stehen. Gerade diese Ausfälle sind besonders bitter, da "wir genau auf dieser Position im Angriff dünn besetzt sind", berichtet Barsch, der die Winterpause für eine Frischzellenkur nutzen will: "Wir beobachten einige Spieler und werden im Sturm sicher noch nachlegen."

Nach so vielen Problemen, die nichts mit Fußball zu tun hatten, wäre es beiden Teams zu gönnen, dass das Sportliche wieder im Fokus steht.

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