Nicht etwa die 2:3-Pleite gegen YEG Hassel hat in Herten für Missstimmung gesorgt, sondern viel mehr der Testspiel-Ausfall gegen den WSV Bochum.

HERTEN-LANGENBOCHUM : Broos glättet Legat-Wogen

"Es war mein Ding"

16. Februar 2007, 12:04 Uhr

Nicht etwa die 2:3-Pleite gegen YEG Hassel hat in Herten für Missstimmung gesorgt, sondern viel mehr der Testspiel-Ausfall gegen den WSV Bochum.

Nicht etwa die 2:3-Pleite gegen YEG Hassel hat in Herten für Missstimmung gesorgt, sondern viel mehr der Testspiel-Ausfall gegen den WSV Bochum. "Ich stehe blöd da, obwohl ich nichts dazu kann", ärgert sich WSV-Coach Thorsten Legat über die letzte RS-Überrschrift, er habe die Meisterschaft vergessen, deshalb sei die Partie abgesagt worden.

"Doch es lag nicht an Thorsten, es war mein Ding", gibt Hertens Co-Trainer Christian Broos zu. "Wir hatten uns im Januar auf einem B-Jugend-Turnier gesehen und haben den Termin spontan abgesprochen. Er sagte sofort, dass er nur spielen würde, wenn sein Punktmatch ausfallen würde. Er hat mir früh genug Bescheid gegeben." Damit dürften die Wogen der Schlagzeile wohl geglättet sein.

Ausgesprochen haben sich auch die Spieler der SGL. Anstatt der Montags-Einheit setzte sich der Kader mit Coach Werner Kasper und Broos zusammen und diskutierte die Niederlage gegen Hassel. "Das läuft wie abgeschnitten", schüttelt Broos den Kopf. "Deshalb haben wir nicht trainiert, sondern psychologische Aufbauarbeit geleistet." Die Gründe für den Leistungsabfall erklärt der ehemalige Wuppertaler: "Es läuft nicht so rund, weil der Erfolgszwang immer weiter gestiegen ist. Wir haben immer gut mitgespielt, aber nicht den entscheidenden Treffer erzielt. Dadurch kam die Verunsicherung." Broos weiter: "Bis 20 Meter vor dem Kasten sind wir immer gut, danach ist Schluss. Daran müssen wir unbedingt arbeiten."

Eine echte Hilfe könnte dabei Neuzugang Sören Scheuer von der STV Horst-Emscher sein. "Er ist ein sehr guter Mann, hat eine tolle Übersicht und Werner und mich bisher überzeugt", stellt Broos zufrieden fest.
Glücklich ist auch Kasper, denn er hat nun endlich Unterstützung gefunden. Ab sofort wird Guido Sobiech das Amt des Sportlichen Leiters bekleiden. "Ich hatte Guido schon als Spieler in Hassel, habe ihn dann auch nach Herten vermittelt", pflegt Kasper einen engen Draht zum ehemaligen Horster. Bei der STV war Sobiech "Mädchen für alles", Torwarttrainer und Keeper in Personalunion. "Er ist eine absolute Vertrauensperson", stellt Kasper klar und freut sich auf die Zusammenarbeit, die erst einmal bis zur Sommerpause festgezurrt wurde. "Guido hat bei mir Libero gespielt, ist ein guter Fußballer und hat Ahnung. Er kommt meiner Philosophie nach. Er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt, gleiches erwarte ich auch jetzt. Er ist ein ruhiger, sachlicher Typ und hat alle Fähigkeiten, mit dem Team umzugehen. Auf seine Analysen kann ich mich verlassen." tr

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