Hianick Kamba ist vom Trainings- und Spielbetrieb des FC Schalke freigestellt worden.

SCHALKE II - Kamba vom Spielbetrieb freigestellt

hb
09. Februar 2007, 09:46 Uhr

Hianick Kamba ist vom Trainings- und Spielbetrieb des FC Schalke freigestellt worden.

Hianick Kamba ist mit sofortiger Wirkung vom Trainings- und Spielbetrieb des FC Schalke freigestellt worden. Der Kongolese hatte sich am Sonntag in der Halbzeitpause des Spiels S04 II gegen Gütersloh mit Bülent Gündüz eine heftige Schlägerei geliefert (reviersport.de berichtete). Während der U19-Kicker mit einem strengen Verweis davon kommt und weiter bei den A-Junioren kicken darf, ist für Kamba die Zeit bei den Königsblauen abgelaufen.

"Wir mussten reagieren, denn Schalke 04 vertritt einen ganz anderen Verhaltenskodex", schüttelt Bodo Menze, Koordinator der S04-Nachwuchsabteilung, über Kambas Ausraster den Kopf.

Kamba erhielt deshalb keine Gnade, da er als Auslöser der Prügelei ausgemacht wurde und bei den Club-Verantwortlichen ohnehin kein gutes Standing mehr besaß. Noch im Juli 2005 hatte Schalke den Afrikaner mit einem Vertrag als sogenannter Nichtamateur ohne Lizenz die weitere Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland ermöglicht. Ansonsten wäre der seit seinem neunten Lebensjahr in Essen aufgewachsene Kamba in sein krisengeschütteltes Geburtsland abgeschoben worden. "Wir haben Hiannick in den vergangenen Jahren einige goldene Brücken gebaut. Diese hat er nach und nach selbst einstürzen lassen. Nach diesem neuerlichen Vorfall sind wir nun mit unserer Geduld am Ende", betont Menze.

Gegen Gütersloh stand Kamba zwar im Aufgebot der Truppe von Coach Mike Büskens, war aber offenbar sauer über seine Nicht-Berücksichtigung in der Startformation. Wegen der Ausfälle von Christian Erwig (weilte beim Profi-Kader in Bremen) und einiger anderer angeschlagener Spieler hatte er sich wohl Chancen auf einen Einsatz von Anfang an ausgerechnet. In der Halbzeit kochten bei ihm die Emotionen so hoch, dass er die Fäuste fliegen ließ. Ein Schlichtungsversuch des Güterslohers Renato Bauer, der sich zwischen die Kontrahenten stellte, scheiterte.

Nachdem im Laufe der Begegnung die A-Jugendlichen Maurice Kühn, Guiseppe Pisano und Dominique Wassi und nicht er eingewechselt wurden, schwoll Kambas Hals nach dem Abpfiff wieder kräftig an. Vor den Toren des Fürstenbergstadions geriet er mit Gündüz erneut aneinander, wenn auch nur verbal. "So etwas können wir nicht dulden", zeigt sich Büskens noch vier Tage später geschockt von den Vorfällen.

Autor: hb

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