Dirk Helmig, Wattenscheids neuer Hoffnungsträger an der Seitenlinie, sah bei seinem Meisterschafts-Debüt gegen die Sportfreunde Lotte viel Gutes.

SG WATTENSCHEID: Lob und Tadel nach dem Trainer-Debüt

tt
08. Februar 2007, 22:42 Uhr

Dirk Helmig, Wattenscheids neuer Hoffnungsträger an der Seitenlinie, sah bei seinem Meisterschafts-Debüt gegen die Sportfreunde Lotte viel Gutes.

Dirk Helmig, Wattenscheids neuer Hoffnungsträger an der Seitenlinie, sah bei seinem Meisterschafts-Debüt gegen die Sportfreunde Lotte viel Gutes. Aber letztlich keinen Sieg. "Wir sind einen Platz hochgerutscht, das war sicherlich positiv", blickt der Ex-Essener auf das Gesamt-Klassement, "allerdings ist es schon ärgerlich, wenn du 3:1 vorne liegst und kurz vor Schluss das Ausgleichs-Tor kassierst. Das Ding mussten wir über die Bühne bringen."

Der Wagener-Nachfolger räumt ein: "Sicher war die Enttäuschung bei uns groß, doch mit 70 von 90 Minuten bin ich von der Spielweise her zufrieden gewesen." Was Helmig besonders gefiel: "Dimi Ropkas hat ein Tor selbst erzielt, dazu einen Strafstoß herausgeholt. Er hat sich richtig reingeschmissen und die guten Vorbereitungs-Eindrücke bestätigt."

Im Tor hatte sich der Coach für Senad Hecimovic anstelle von Philipp Kunz entschieden - zumindest in der Lotte-Partie kein verkehrter Schachzug. Helmig: "Senad hat sensationell gehalten. An den drei Gegentreffern konnte er absolut nichts machen. Da war ein Freistoß-Tor dabei, dazu noch ein Sonntags-Schuss."
Die Neuzugänge Milko Trisic sowie Alex Karachristos sammelten ebenfalls Pluspunkte. "Milko hat nach zehn Minuten das erste Zeichen durch einen Distanzschuss, der knapp vorbei strich, gesetzt. Über die linke Seite kamen viele Impulse von ihm." Etwas überraschend agierte "Kara" vor der Abwehr - Helmig: "In den ersten zehn Minuten hatte Alex ein paar Probleme, dann hat er immer mehr Zweikämpfe gewonnen und auch viele Bälle in der Luft erobert."

Was ebenfalls funktionierte, waren Standards. Helmig: "Darauf haben wir in der Vorbereitung auch Wert gelegt, Selcuk Dede stand nach einem Eckball genau da, wo ein Stürmer stehen muss. Im ersten Durchgang wurde zudem eine direkt verwandelte Ecke nicht gegeben." Der große Haken bleibt bei den 09ern die Cleverness. "Beim Stande von 3:2 hätten wir den Sack zumachen und Konter-Situationen einfach besser vollenden müssen. Wir haben die Bälle teilweise vertendelt, kamen gar nicht zum Abschluss. Daran werden wir im Wochenverlauf arbeiten. In diesen Situationen müssen wir eiskalt sein."

Natürlich gab es beim ersten Match nach der Pause auch Härtefälle. So saß Edin Terzic, in der ersten Halbserie gesetzter Antreiber, nur auf der Reservebank. "Bei uns sind alle Leute fit, ich habe Alternativen. Es ist schon richtig schwer, elf Mann aufzustellen. Auf jeder Position gibt es Pärchen-Bildung, alle wissen, dass sie etwas tun müssen. Wichtig ist aber vor allem, wie die Jungs reagieren." Der Coach stellt klar: "Es geht nicht um die Einzelnen, sondern letztlich nur um den Verein. Wenn das alle kapieren und sich entsprechend einbringen, dann haben wir eine Riesen-Chance."

Autor: tt

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