Wenn Charline Hartmann an den 10. September 2006 denkt, dann erinnert sie sich vor allem an ihren 3:2-Siegtreffer im Heimspiel gegen Turbine Potsdam.

SG Essen-Schönebeck

Hartmanns Traum vom Siegtreffer

23. März 2012, 14:47 Uhr

Wenn Charline Hartmann an den 10. September 2006 denkt, dann erinnert sie sich vor allem an ihren 3:2-Siegtreffer im Heimspiel gegen Turbine Potsdam.

„Von der linken Seite habe ich den Ball ins lange Eck geschossen.“ Die 26-Jährige weiß es noch, als wäre es gestern gewesen, dabei ist es inzwischen fünf Saisons her. Und genau so weiß sie noch, wie sehr sich die Potsdamer nach dem Schlusspfiff geärgert haben. „Die waren alle ganz schön geschockt.“ Schließlich kamen sie, so wie am kommenden Sonntag auch, als amtierender Deutscher Meister ins Stadion „Am Hallo“.

Seitdem ist es der SGS zu Hause nur noch einmal gelungen einen Punkt gegen Potsdam zu holen. 2007/2008 gab es ein 1:1, da Turbinin Babett Peter noch in der letzten Minute die Führung von Jennifer Balkenhol egalisierte. Die Bilanz der beiden Teams liest sich aus Essener Sicht wahrlich nicht gut. In 15 Duellen gab es satte 12 Niederlagen und neben den bereits erwähnten Spielen noch ein weiteres Unentschieden.

Zusammenhalt ist die Devise

Auch diesmal sprechen die Vorzeichen nicht unbedingt für den Gastgeber. Seit dem Ende der Winterpause hagelte es drei Niederlagen für das Team von Markus Högner, das sich nach der tollen Hinrunde derzeit in einem kleinen Tief befindet. Doch für die Essenerinnen ist das kein Grund, das Spiel gegen Potsdam schon vor dem Anpfiff aus der Hand zu geben. Vielmehr freut sich der Underdog auf die Herausforderung. „Wir haben nichts zu verlieren und können deswegen ganz befreit aufspielen“, sagen Hartmann und Högner unisono.

Und, da sind sich Spielerin und Coach ebenfalls einig: Es muss dringend ein Erfolgserlebnis her. „Alles andere als eine hohe Niederlage, wäre eine Überraschung“, erklärt Högner und versucht damit den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen. Dumm nur, dass die SGS Essen derzeit kaum Torgefahr ausstrahlt. Was aber auch daran liegt, dass sie „zuletzt etwas Pech“ hatten, wie Hartmann weiß. „Aber wenn wir gegen Potsdam zusammenhalten und dem Druck standhalten, dann ist vieles möglich. Hartmann wird ihre Mitspielerinnen vor dem Anpfiff in der Kabine zumindest nochmal an den Erfolg von 2006/2007 erinnern. Und vielleicht ist sie es ja, die mit einem Treffer die Torflaute beendet und den Sieg herbeiführt...

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