13 Spieler waren es am gestrigen Mittwoch gerade noch. Überschaubare Verhältnisse beim Training des Bundesliga-Spitzenreiters.

SCHALKE - Personalengpass macht Slomka keine Sorgen

Bordon wird Pflege gegönnt

hb
22. Februar 2007, 09:25 Uhr

13 Spieler waren es am gestrigen Mittwoch gerade noch. Überschaubare Verhältnisse beim Training des Bundesliga-Spitzenreiters.

"Natürlich haben sich die Ausfälle in den letzten Wochen extrem gehäuft. Jeder einzelne, den wir momentan nicht einsetzen können, fehlt uns", hebt der 39-Jährige an, um den positiven Schluss aus der Situation zu ziehen: "Wir haben den Kader absichtlich klein gehalten, damit alle Spieler nahe an der ersten Elf sind. Da ist jeder gefordert und hat eine Chance auf seinen Einsatz."

Christian Pander, Ralf Fährmann, Gustavo Varela und zuletzt Peter Lövenkrands: Die Liste der Langzeit-Patienten seit Beginn der Rückrunde ist schon lang genug. Da Gerald Asamoah und Sören Larsen noch keine Alternativen sind, hat sich insbesondere im Sturm die Lage verschärft. "Wir werden dennoch am Sonntag gegen Bayer Leverkusen eine schlagkräftige Truppe auf den Platz schicken", glaubt Slomka, der sich nur im Scherz "für eine Aufstellung bereit halten" will.

Was allerdings nicht passieren sollte, ist, dass nun auch noch Marcelo Bordon und Lincoln ihren langwierigen Blessuren Tribut zollen müssen. Die beiden Brasilianer bewegten sich bis gestern lediglich zwischen Kraftraum und Behandlungszimmer. Bordon plagt sich schon seit Ende der Hinrunde mit Schmerzen in der Leiste herum und wird regelmäßig für die Spiele fit gespritzt. "Er soll frühestens heute das Mannschaftstraining aufnehmen. Es kann aber auch sein, dass er erst Freitag wieder auf den Platz geht", gönnt Slomka seinem Kapitän jede Minute Pflege, damit er wenigstens am Sonntag durchhält.

Lincoln schleppt sich ebenfalls nur noch von Wochenende zu Wochenende. In Wolfsburg meldete sich nach einer Halbzeit der Oberschenkel, der ihm seit der Vorbereitung auf die Rückserie Probleme bereitet. "Ich bin optimistisch, dass auch er spielen kann", hofft Slomka.

Nicht auszudenken, wenn Schalke nicht so früh aus dem UEFA-Cup ausgeschieden wäre und heute, wie der kommende Gegner Leverkusen, international gefordert wäre. "Daran möchte ich gar nicht denken, dann hätten wir wirklich enorme Schwierigkeiten", weiß der 39-Jährige. "Für uns ist es ein Vorteil, dass Bayer innerhalb von acht Tagen zweimal ran muss. Egal, ob sie in Blackburn ausscheiden oder weiterkommen und dann mit einem Erfolgserlebnis bei uns auflaufen würden: Wir sind auf jeden Fall frischer."

Angesichts der wahrscheinlichen Champions League-Teilnahme in der nächsten Saison kommt die Doppel- und Dreifach-Belastung aber wieder auf die Schalker zu. Bis zur Winterpause stünde in Bundesliga, Königsklasse und DFB-Pokal ein Marathon von maximal 25 Spielen auf dem Programm. Diese besteht nur, wer über ausreichend personelle Alternativen verfügt. "Wir können nicht davon ausgehen, dass wir wieder so ein Verletzungspech haben", meint Slomka.

Es wäre schön, wenn er Recht behalten würde.

Autor: hb

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