Ein breites Grinsen konnte sich Lars Ricken nach dem Schlusspfiff einfach nicht verkneifen.

BVB: Routinier Ricken meldete sich bei der Mannschaft zurück

18. Februar 2007, 23:12 Uhr

Ein breites Grinsen konnte sich Lars Ricken nach dem Schlusspfiff einfach nicht verkneifen.

Ein breites Grinsen konnte sich Lars Ricken nach dem Schlusspfiff einfach nicht verkneifen. "Ich glaube, dass sich gezeigt habe, dass man in Dortmund in schwierigen Situationen immer auf mich zurückgreifen kann." Oft genug war auch in dieser Saison der 30-Jährige schon auf das Abstellgleis geschoben worden. Insbesondere nach der enttäuschenden Rückrundenvorbereitung schien die Zukunft des Mittelfeldspielers alles andere als rosig. Den letzten Einsatz von Anfang an absolvierte er in der Hinrunde gegen den VfL Bochum. "Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass ich anschließend auch verletzt war."

Und insbesondere in der Schlussphase demonstrierte dann das einstige Tenager-Idol seine Reifung zum Routinier: "Der Trainer war ganz begeistert von mir, wie ich den Ball auf einem Quadratmeter fast zwei Minuten gehalten habe. In solchen heiklen Situationen muss man ganz einfach die Ruhe bewahren." Auch er selbst dürfte über die Verschnaufpause dankbar gewesen sein. "Jürgen Röber hat von mir verlangt, immer wieder vorne rein zu gehen. Das hat schon ganz schön viel Kraft gekostet, weil ich auf der Halblinksposition auch nach hinten arbeiten muss." Kampf, das war auch für Ricken das Motto, mit dem letztendlich der Erfolg eingefahren wurde. "In unserer Lage darf man nicht erwarten, dass wir den Gegner einfach leer spielen. Wir haben uns als Team voll reingehängt, das war in diesem Westderby auch die exakt richtige Marschrichtung."

Genau wie seine Mannschaftsgefährten ärgerte er sich trotzdem über die unnötige Zitterpartie. "Keine Frage, wenn wir das 2:0 machen, ist alles gelaufen, aber wir lieben es anscheinend eher spannend." Nun geht es am kommenden Samstag nach Hannover, doch über diese Begegnung will er kein Wort verlieren, zumindest nicht vor dem Match: "Natürlich setzen wir darauf, dort eine kleine Serie zu starten, aber ich denke, es ist besser, wenn wir nicht zu viel darüber reden, sondern uns vielmehr auf dem Platz beweisen."

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