Brisante Rivalitäten sorgten zuletzt im Essener Amateurbereich für Schlagzeilen. Dass es auch anders geht, beweisen die Vereine TuRa 86 und der SuS Haarzopf.

Kreisliga Essen

TuRa 86 hilft Haarzopf

Martin Herms
15. März 2012, 13:56 Uhr

Brisante Rivalitäten sorgten zuletzt im Essener Amateurbereich für Schlagzeilen. Dass es auch anders geht, beweisen die Vereine TuRa 86 und der SuS Haarzopf.

Wer in den letzten Wochen der Bezirkssportanlage an der Serlostraße einen Besuch abstattete, dürfte sich verwundert die Augen gerieben haben. Mittwochs und Freitags trugen dort nämlich die Fußballer des SuS Haarzopf ihre Trainingseinheiten aus. Fast schon traditionell haben die Grün-Weißen auch in diesem Jahr am heimischen Föhrenweg mit katastrophalen Platzbedingungen zu kämpfen. Während in ganz Essen im März keine einzige Partie ausgefallen ist, konnte in Haarzopf bis zum vergangenen Sonntag kein geregelter Trainings- und Spielbetrieb durchgeführt werden.

Langjährige Freundschaft zwischen Nordmann und Bonna

Fieberhaft suchte man nach Ausweichmöglichkeiten und wurde schließlich in Altendorf fündig. Der Sportliche Leiter der Turaner, Thomas "Diego" Nordmann, stellte in Absprache mit seinem Vorstand den drei Seniorenteams der Haarzopfer beide Trainingstage zur Verfügung. "Ich bin mit Haarzopfs Obmann Marcus Bonna bereits seit 30 Jahren befreundet und musste nicht lange überlegen, als er mich auf das Thema ansprach. Wir sind froh, dass wir dem Klub unsere Nachbarschaftshilfe anbieten konnten", sagte Nordmann.

Sonderlob für den Platzwart

Dabei spielte es für die Verantwortlichen keine Rolle, dass sich TuRa und die Zweitvertretung des SuS in der Kreisliga A sportlich um den Klassenerhalt duellieren. Für Marcus Bonna war die Unterstützung aus diesem Grund nicht selbstverständlich: "Das war eine ganz tolle Geste der Turaner, schließlich sind wir im Ligabetrieb direkte Konkurrenten. So etwas erlebt man wirklich nicht alle Tage", betont Bonna, der ein besonderes Dankeschön an den Platzwart der 86er, Eberhard Klar, richtet: "Eberhard hat über die gesamten Wochen seine Freizeit geopfert, um uns die Trainingsmöglichkeit zu verschaffen. Hierfür werden wir uns noch etwas ganz Spezielles einfallen lassen."

Autor: Martin Herms

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