Der tiefe Absturz des MSV Duisburg begann schon vor dem historischen Tag des DFB-Pokalfinales in Berlin im Vorjahr. Die Chronologie des Versagens:

Chronolgie des Grauens

Pleiten, Pech und Peinlichkeiten

27. Februar 2012, 16:26 Uhr

Der tiefe Absturz des MSV Duisburg begann schon vor dem historischen Tag des DFB-Pokalfinales in Berlin im Vorjahr. Die Chronologie des Versagens:

März, April 2011
> Das zögerliche Verhalten bei den Vertragsgesprächen verschreckt die Spieler. Olivier Veigneau, Olcay Sahan oder selbst Stefan Maierhofer wären eventuell geblieben.

Mai 2011
> Bruno Hübner floh direkt nach dem Endspiel. Die Klubführung ließ es zu, obwohl der Kader nur in Fragmenten stand.
> Der Aufsichtsrat zettelte die unnötige Schlammschlacht gegen den Vorstand an. Grund: Persönliche Eitelkeiten.

Juni 2011
> Milan Sasic war mit der Zusammenstellung des Kaders überfordert. Die wirtschaftlichen Zwänge und Querelen im Vorstand verunsicherten ihn zusätzlich.

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Juli 2011
> Die miese Stimmung im Verein übertrug sich auf das Team, das auch noch Pech hatte. Konsequenz: Zwei Spiele, zwei Pleiten.

August 2011
> Die Stimmung wurde schlechter. Sportlich ging es bergab. Erst am sechsten Spieltag gelang der erste Sieg (3:0 gegen Dresden).
[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/019/844-20659_preview.jpeg Zum Schluss kaum noch tragbar: Milan Sasic (Foto: firo).[/imgbox]
September 2011:
> Sasic verängstigte mit seiner herrischen Art die Spieler und sah nicht, dass er mit seiner knallharten Kritik übertrieb.

Oktober 2011
> Nach dem Pokalaus in Kiel begann die Posse um Sasics Entlassung. Erst jetzt wurde Ivo Grlic zum Sportdirektor ernannt. Oliver Reck wurde neuer Trainer.
> Das Theater zwischen Aufsichtsrat und Vorstand eskalierte.

November 2011
> Der Machtkampf gipfelte in Peinlichkeiten und Absurditäten.
> Trotzdem konnte Reck das Team in die Spur bringen.

Dezember2011/Januar 2012
> Vorstand und Aufsichtsrat lösten sich auf. Der neue Vorstand übernahm einen Trümmerhaufen.
> Während Sasic zu hart war, war „Kumpel“ Reck zu lasch. Das Team nahm ihn wohl nicht ernst.

Februar 2012
> Die Pleite gegen den FSV brach den Zebras das Genick. Die Truppe ließ Reck danach im Stich, blamierte sich gegen Rostock, St. Pauli und Dresden bis auf die Knochen. So steigt der MSV ab.

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