Der SC Preußen Münster darf sich zumindest bis zum Sonntag Nachmittag auf dem Platz an der Sonne wohl fühlen. Mit einem 1:0-Sieg über die Hammer Spielvereinigung leitete der Aufstiegsaspirant am Freitagabend die Rückrunde in der Oberliga Westfalen ein und hofft nun auf Ausrutscher der Konkurrenten Lippstadt und Verl.

Oberliga Westfalen: Preußen schlägt Hamm zum Auftakt

SpVg als "moralische Gewinner"

Heiko Buschmann/Thomas Tartemann
04. Februar 2007, 13:24 Uhr

Der SC Preußen Münster darf sich zumindest bis zum Sonntag Nachmittag auf dem Platz an der Sonne wohl fühlen. Mit einem 1:0-Sieg über die Hammer Spielvereinigung leitete der Aufstiegsaspirant am Freitagabend die Rückrunde in der Oberliga Westfalen ein und hofft nun auf Ausrutscher der Konkurrenten Lippstadt und Verl.

„Wir haben nicht gut gespielt“, zeigte sich SCP-Trainer Georg Kreß kritisch, „aber irgendwie war mir das schon vorher klar. Es sind weit über 3.000 Fans im Stadion gewesen, sie haben natürlich gewisse Erwartungen. Das erste Spiel nach einer längeren Pause ist nie einfach, ich bin wirklich froh, dass wir die drei Punkte eingefahren haben.“

Während die Adlerträger nur mit dem Ergebnis, aber nicht mit ihrer Leistung zufrieden sein konnten, fuhren die Gäste trotz leerer Hände erhobenen Hauptes nach Hause. „Das war eine saubere Vorstellung meiner Mannschaft. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen“, fühlte sich HSV-Trainer Wolfgang Sandhowe zumindest als „moralischer Sieger, wenn man überhaupt von so etwas sprechen will“.

Eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr bescherte den Preußen den Dreier. Als sich in der 77. Minute Marco Antwerpen nach einem scharfen Caspers-Eckball in die Luft schraubte, fühlte sich keiner für den Rückkehrer aus Gütersloh zuständig „Anti“ nutzte die Gelegenheit zum 1:0, nachdem er schon in der ersten Halbzeit zwei Chancen vergeben hatte (11., 21.). „Schade, die Truppe hat hinten gut gestanden und das von mir vorgegebene Pressing klasse umgesetzt. Dass dann eine Standardsituation die vorher absolvierte Arbeit zunichte macht, hatten wir nicht verdient“, säuerte Sandhowe.

Mit einer Dreierabwehrkette, in der die Routniers Dirk Konerding und Marco Gruszka Sicherheit ausstrahlten, sowie einem kompakten Fünfer-Mittelfeld kontrollierten die Hammer lange Zeit die Partie. Vor allem Neuzugang Mehmet Kara sorgte immer wieder für gelungene Aktionen nach vorne, doch der Lohn für das Engagement blieb aus.

Zunächst kratzte Münsters Thomas Piorunek einen Konerding-Kopfball von der Linie (13.), ehe nach dem Seitenwechsel Achilleas Courtoglou zwei Mal (48., 72.) scheiterte. Auf der anderen Seite hätte allerdings Marius Sowislo schon in der 40. Minute die Führung für den Favoriten besorgen können.

Nachdem Sven Heinze mit einem Pfostenschuss, den sich SCP-Keeper Michael Joswig fast noch selbst ins Netz gelegt hätte, die dickste Gelegenheit für den Aufsteiger ausließ, schlug Antwerpen gnadenlos zu. „Natürlich waren wir alle im ersten Moment sehr enttäuscht“, gab Sandhowe zu. „Aber nach dem Auslaufen am Samstag wurde uns allen klar, dass man sich mit dieser Niederlage nicht lange aufhalten muss. Im Gegenteil, auf dieser Leistung können wir aufbauen und wollen nun nächsten Sonntag im Heimspiel gegen Rheine auch die nötigen Punkte einfahren.“

Autor: Heiko Buschmann/Thomas Tartemann

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