Mäzen Dietmar Hopp von 1899 Hoffenheim glaubt vor dem Auswärtsspiel bei Meister Borussia Dortmund weiter an eine Versöhnung mit dem Dortmunder Anhang.

BVB-Anhang

Hopp glaubt an Versöhnung

sid
27. Januar 2012, 12:26 Uhr

Mäzen Dietmar Hopp von 1899 Hoffenheim glaubt vor dem Auswärtsspiel bei Meister Borussia Dortmund weiter an eine Versöhnung mit dem Dortmunder Anhang.

"Wir stehen in Kontakt und werden einen Weg für den geplanten Dialog finden. Wann und wo das sein wird, werden wir sehen. Ich hoffe auf eine fruchtbare Diskussion", sagte Hopp im Interview mit der WAZ.

Schon seit drei Jahren sorgt die Beziehung zwischen Hopp und den BVB-Fans für Schlagzeilen gesorgt. So wurde unter anderem auf einem Plakat zu Gewalt gegen den Milliardär aufgerufen. Zuletzt hatten zwei 1899-Mitarbeiter während der Partie des 2. Spieltags zwischen Hoffenheim und Dortmund (1:0) mit einem Beschallungsgerät die Schmäh-Gesänge aus dem Dortmunder Fanblock gegen Hopp zu übertönen versucht. Danach stellten elf BVB-Anhänger bei der Polizei in Heidelberg Strafanzeige wegen Körperverletzung.

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"Diese Aktion ist schwer erklärbar und hätte nie und nimmer passieren dürfen. Für unseren Verein führte diese Aktion zu einem gewaltigen Imageschaden", sagte Hopp, der am Samstag nicht nach Dortmund reisen wird.

Gleichzeitig verteidigte Hopp den Transfer von Stürmer Vedad Ibisevic zum Lokalrivalen VfB Stuttgart trotz der Torflaute im Angriff als wirtschaftlich sinnvoll. "Er gehört zu den früheren Stars, die in völliger Überschätzung der Möglichkeiten unseres Klubs sehr hohe Gehälter erhalten haben. Wir wollen unseren Personaletat bis auf 30 Millionen Euro senken", sagte Hopp.

Ibisevic, der seit Sommer 2007 für die TSG in 123 Erst- und Zweitligaspielen 48 Tore erzielt hatte, war am Mittwoch für rund fünf Millionen Euro nach Stuttgart gewechselt und hatte dort einen Vertrag bis Sommer 2016 unterzeichnet. Dass sich der bosnische Torjäger gegen einen Verbleib in Hoffenheim entschieden hat, nahm Hopp ihm nicht übel: "Vedad hat sich immer korrekt verhalten, wir wollten ihm keine Steine in den Weg legen."

Autor: sid

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