Über 1000 Zuschauer im Werdener Löwental sahen den Startschuss zum Budenzauber im Essener Süd-Osten. Auf Überraschungen warteten die Anwesenden jedoch vergeblich.

Halle Essen: SO-Quali

Familientreffen im Werdener Löwental

Martin Herms
08. Januar 2012, 00:28 Uhr

Über 1000 Zuschauer im Werdener Löwental sahen den Startschuss zum Budenzauber im Essener Süd-Osten. Auf Überraschungen warteten die Anwesenden jedoch vergeblich.

Für die Ausrichter der Hallenstadtmeisterschaften in Essen war es ein Auftakt nach Maß. In der sehr gut gefüllten Sporthalle in Werden gab es fast auschließlich faire Spiele zu bestaunen. Einzig im Derby zwischen dem FSV Kettwig und dem FC Kettwig 08 (0:1) ging es wie erwartet ruppig zu. "Das gehört bei solchen Begegnungen auch mal dazu. Insgesamt war das aber alles noch im Rahmen", bemerkt Bernd Müller, Mitglied des Organisationsteams. Insbesondere von der Stimmung während der Spiele war Müller mächtig angetan: "Die Veranstaltung in Werden vermittelt stets den Charakter eines Familientreffens. Besonders beeindruckend war aus meiner Sicht, dass es keine Grüppchenbildung auf der Tribüne gab. Alle Anwesenden haben gemeinsam Spaß gehabt. So sollte es auch sein", zieht Müller ein durchweg positives Fazit.

Keine Sensationen im Süd-Osten

Die eine oder andere Überraschung hätte der Begeisterung der Fußballfreunde sicher keinen Abbruch getan. Auf diese wartete man während des gesamten Tages jedoch vergeblich. Den Anfang machten in der ersten Gruppe die hoch gehandelten Sportfreunde aus Niederwenigern. Das Team von Ex-Profi Jürgen Margref zeigte eine souveräne Vorstellung, gewann alle drei Spiele und zog zusammen mit dem Bezirksligisten SV Kupferdreh und dem A-Ligisten Yurdum Spor Essen in die nächste Runde ein. C-Ligist SG Werden 80 musste trotz einer ansprechenden Leistung die Segel streichen.
Werden-Heidhausen in Topform

In der Parallelgruppe präsentierte sich Lokalmatador SC Werden-Heidhausen in einer überragenden Verfassung. Der Hallenkönig aus dem Jahr 2008 schloss die Qualifikation mit der vollen Punktzahl und einem Torverhältnis von 11:1 ab. Werdens Übungsleiter Danny Konietzko richtete ein Sonderlob an seinen Schützling Jan Brückner. Der Abwehrmann erzielte vier Treffer und hatte einen großen Anteil am Weiterkommen: "Jan hat uns wirklich alle überrascht, denn er ist nicht gerade als Torjäger bekannt. Ich habe mich richtig gefreut für den Jungen", sagt Konietzko.

Der Blondschopf weiß aus bester Erfahrung, was notwendig ist, um in der Halle erfolgreich zu sein. Beim erwähnten Triumph der Heidhauser war Konietzko noch als Spieler aktiv. Mit der SG Werden 80 setzte er sich ebenfalls die Hallenkrone auf. "Die Hallenstadtmeisterschaften genießen in Werden einen hohen Stellenwert. Unser Verein war in den letzten Jahren auch stets vorne dabei", erklärt der 36-Jährige. "Um dieses Turnier zu gewinnen, muss allerdings alles passen. Man benötigt ein wenig Losglück und es muss sich eine gewisse Eigendynamik entwickeln. Wir wollen die Sache ganz gelassen angehen, auch wenn wir uns natürlich einiges ausrechnen."

Hinter dem SC platzierten sich Geheimfavorit FC Kettwig 08 und A-Ligist SuS Niederbonsfeld. Die Hattinger lösten das Vorrunden-Ticket dank eines 2:1-Erfolgs im letzten Spiel gegen den FSV Kettwig, der sich durch ein unglückliches Eigentor in der Schlussminute aller Chancen beraubte.

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Autor: Martin Herms

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